Regulierung Malaysia reguliert IEOs und verbietet ICOs

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Quelle: Shutterstock

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Die malaysische Wertpapierbehörde Securities Commission Malaysia (SC) gibt Richtlinien für Initial Exchange Offerings (IEOs) heraus und verbietet in diesem Zuge offenbar Initial Coin Offerings (ICOs). Damit gehört das asiatische Land zu den wenigen Staaten, die sich gesetzlich ausdrücklich gegen ICOs wenden. Auch reguliert Malaysia IEOs, wogegen sich die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) sträubt.

In Malaysia gibt es nach einer Konsultationsphase der Börsenaufsicht gesetzliche Regelungen für Initial Exchange Offerings (IEOs) und Initial Coin Offerings (ICOs). Die Wertpapierbehörde Securities Commission Malaysia (SC) veröffentliche am 15. Januar Richtlinien zum Umgang mit den unterschiedlichen Krypto-Produkten.

In den Richtlinien bezieht die SC bereits das Feedback mit ein, welches als Reaktion auf ein Konsultationspapier vom März 2019 einging. Damals bat die Behörde öffentlich um Stellungnahmen zur Regulierung des ICO-Markts, nachdem sie ein wachsendes Interesse der Bevölkerung an dem Thema feststellte. Man wolle Investoren schützen und damit den Markt stabilisieren.

Das Resultat: Nur noch solche Krypto-Handelsplattformen, die bestimmte Anforderungen erfüllen, dürfen in Zukunft IEOs führen. Im Klartext bedeutet das, dass solche Bitcoin-Börsen, welche IEOs führen möchten, zunächst mit der Wertpapierbehörde kooperieren und sich einer Prüfung durch diese unterziehen müssen. Diese betrifft indes nicht nur die Herausgeber der Token, sondern auch die Token selber. Des Weiteren muss die Krypto-Börse unter anderem ein vorhandenes Kapital von 1,2 Millionen US-Dollar mitbringen sowie unter anderem in Malaysia angesiedelt sein. Auch ein lizensiertes Treuhandkonto für die Investorengelder wird gefordert.

Richtlinien verbieten ICOs in Malaysia

Die neuen Regularien schließen derweil ICOs im Gegensatz zu IEOs aus. Bei IEOs handelt es sich um Funding-Modelle, die drei Parteien (Emittent, Investor und Krypto-Börse) einschließen. Sie sollen durch Listing-Gebühren und die Aufsicht der involvierten Bitcoin-Börse Sicherheitsvorteile gegenüber ICOs bieten. In den SC-Richtlinien heißt es, dass alle anderen Finanzierungsmethoden auf Blockchain-Basis nicht zugelassen sind. ICOs, die nur zwischen Emittent und Investoren stattfinden und ohne vermittelnde Börse ablaufen, fallen hiermit also raus.

Während die malaysische Verwaltung offenbar IEOs mehr Vertrauen entgegen bringt als ICOs, sieht es in den Vereinigten Staaten anders aus. Hier warnte die zuständige Wertpapierbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) ihre Investoren. IEOs hätten demnach ein ähnlich großes Missbrauchspotential wie ICOs, insbesondere wenn es sich um ausländische Projekte handelt.


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