Weltpremiere RICO: LUKSO bringt neuen Token-Standard

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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ein goldfisch, der von einem kleinen glas in ein größeres springt auf bläulichem hintergrund

Quelle: Shutterstock

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Lukso, das Blockchain-Unternehmen von Fabian Vogelsteller, bringt mit RICO einen neuen Token-Standard und liefert den LYXE-Token gleich mit. Der Erfinder des Ethereum-basierten ERC-20-Token-Standards liefert damit wichtige Impulse für das Ökosystem.

RICO: Neuer Standard auf Ethereum-Basis

Initial Coin Offerings (ICOs) haben mehr oder weniger ausgedient. Die Möglichkeit, durch die Herausgabe neuer Coins in kurzer Zeit sehr viel Kapital einzusammeln, galt vor allem zur Bitcoin-Boom-Zeit 2017 als die Goldgrube schlechthin. Viele, die vom Krypto-Kuchen etwas abhaben wollten, panschten einen fragwürdigen Use Case zusammen und gaben dann den passenden Token dazu heraus. Das ganze fand größtenteils auf der Ethereum–Blockchain statt – auf Grundlage der ERC-20-Token. Substanz hatten jedoch die wenigsten Projekte, wenn überhaupt wurden die Ethereum-basierten Token nur zur Spekulation verwendet. Das schadete letztlich nicht nur einzelnen Investoren, sondern dem Ruf des gesamten Bitcoin-Ökosystems.

RICO – Wie ICO, nur sicherer?

Mit den reversiblen ICOs – kurz RICO – soll die Krypto-Fundraisingmethode nun einen seriöseren Anstrich bekommen. Damit soll es für Investoren künftig möglich werden, ihr investiertes Kapital gegebenenfalls zurückzubekommen. Smart Contracts auf Ethereum-Basis sorgen dabei dafür, dass das eingelagerte Kapital, sofern das Funding-Ziel nicht erreicht wird, wieder zurückgezahlt werden kann.

LYXE und das LUKSO-Ökosystem

Wie Fabian Vogelsteller, Erfinder des ERC-20-Token-Standards, nun auf Medium mitteilt, steht sein Unternehmen LUKSO nun mit dem ersten RICO in den Startlöchern. Ab heute, 27. Mai gegen 14 Uhr können sich Investoren auf der offiziellen Homepage für den Token Sale anmelden. Die Verkaufsphase soll anschließend am 18. Juni starten und für 8 Monate andauern. Insgesamt will LUKSO 20 Millionen LYXE herausgegeben, aufgeteilt in zwei Runden. Der Startpreis liegt bei 0,002 ETH pro LYXE, der Preis soll jeden Monat um 0,0002 ETH ansteigen.


Der Token selbst soll schließlich im LUKSO-Ökosystem zum Einsatz kommen. Dieses fokussiert es sich auf den Lifestyle- und Modebereich und dessen Digitalisierung. Auf der Berliner Fashion Week präsientierte das Blockchain-Unternehmen in diesem Zusammenhang „phygitale“ Mode – eine verbindung der physischen und digitalen Welt. Eine digitalisierte T-Shirt-Edition, die ihre Entsprechung auf der LUKSO-Blockchain findet, war Teil der Aktion.

Anstatt „lediglich“ exklusive Güter zu produzieren, sollen diese im Sinne LUKSOs einen Touch von Einzigartikeit bekommen. Das Motto dabei lautet: Personalisierung statt Anpassung. Die Anreize sollen sich in zwei Richtungen entfalten. Zum einen bekommen Produzenten von Gütern die Möglichkeit beziehungsweise den Druck, tatsächlich einzigartige Produkte zu entwerfen. Zum anderen soll die „Generation Z“ und ihre Digital Natives Anreize bekommen, die einzigartigen Produkte auch zu konsumieren. In einer Digitalwelt, in der Individualisierung und idealisierte Selbstdarstellung größer kaum geschrieben werden könnten, sicher kein sinnloses Unterfangen.

Kurzum: LUKSO will die Blockchain salonfähig machen. Mit digitalen Sammelobjekten und unveränderlichen Echtheitsnachweisen auf verteilten Datenbanken, so die Idee, soll die sonst recht sperrige und finanzfixierte Technologie auch bei einem breiteren Publikum Anklang finden.

Investment-Case LYXE

Falls LYXE und vor allem das Konzept RICO auch annähernd soviel Durchschlagskraft wie das letzte große Projekt von Fabian Vogelsteller erreichen sollten, sollten Investoren definitiv ein doppelt wachsames Auge auf LYXE und LUKSO werfen. Schließlich gilt Vogelsteller als Kopf hinter dem ERC-20-Token-Standard. Jener Token-Standard auf Ethereum-Basis also, der den meisten ICO-Coins als Grundlage gedient. Als sichere Alternative zu den in Verruf geratenen ICOs könnte das Konzept RICO also genau der Impuls sein, den das Bitcoin-Ökosystem aktuell braucht.

Ob der Markt jedoch für eine ICO-2.0.-Schwemme derzeit bereit ist, steht auf einem anderen Blatt. Schließlich befinden sich die Märkte nach wie vor im Corona-Schockzustand. Wie sich die Lage diesbezüglich weiterentwickeln wird, bleibt vorerst abzuwarten.


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