LSD-Razzia: Kryptowährungen im Wert von 5,2 Mio. Euro beschlagnahmt

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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LSD

Quelle: https://www.youtube.com/watch?time_continue=3&v=Ie0Y-IDwyJM

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Im Rahmen einer Durchsuchungswelle in Spanien und Österreich wurden acht verdächtige Personen aus Frankreich, Österreich und Spanien festgenommen. Dabei beschlagnahmten die Behörden Kryptowährungen im Wert von 5,2 Millionen Euro und LSD mit einem Marktwert von 12 Millionen Euro. Dies war bisher mit Abstand der größte LSD-Fund in der Geschichte Europas.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Die spanische und österreichische Polizei führte in Zusammenarbeit mit Europol eine Razzia durch, um ein kriminelles Netzwerk zur weltweiten Distribution diverser Drogen im Darknet auszuheben. Nach Angaben von Europol wurden die Umsätze der kriminellen Vereinigung mithilfe diverser Kryptowährungen (primär durch An- und Verkauf von Bitcoin-Wallets) gewaschen. Außerdem kamen Coins wie der Lumen (XLM) und IOTA im Gesamtwert von weit über fünf Millionen Euro zum Einsatz. Weitere 1,6 Millionen Euro beschlagnahmte die Polizei von einem österreichischen Bankkonto. 700.000 Euro hat man in bar festgestellt. Die Durchsuchung umfasste zwei Labore, sechs private Räumlichkeiten in Spanien und ein Haushalt in Österreich.

Drei Labors produzierten über 100 verschiedene Drogen

Über 100 verschiedene Drogen wurden von der kriminellen Vereinigung seit 2012 hergestellt und über das Darknet veräußert. Bei der Razzia wurden allein 800.000 Portionen LSD aufgefunden. Die Zutaten importierte man zumeist aus China, um sie in den beiden eigenen Labors in Granada und Valencia weiterzuverarbeiten. Außerdem gab es ein Labor in Amsterdam, in dem man synthetische Drogen hergestellt hat. Die Pakete verschickte man in 100 verschiedene Länder. Sie wurden als legale Stoffe wie Zementbestandteile deklariert. Der Vertrieb lief über Online-Shops im Darknet, die nur eingeladenen Gästen vorbehalten waren.

Nach Angaben von Europol macht der illegale Vertrieb von Drogen etwa ein Fünftel aller Umsätze im organisieren Verbrechen aus. Dabei beläuft sich der Markt für synthetische Drogen auf über eine Milliarde Euro jährlich, Tendenz steigend. Die Anzahl der Produzenten und der verschickten Pakete steigt ebenfalls jährlich an. Die Behörden schätzen, dass der Drogenvertrieb etwa zwei Drittel aller Angebote im Darknet ausmacht.

Europol: Video vom größten LSD-Fund in ganz Europa.

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