Kurskorrektur: (K)ein Grund zur Panik?

Kurskorrektur: (K)ein Grund zur Panik?

Nach einer unglaublichen Rallye, innerhalb dieser und der letzten Woche, korrigierten die Kurse vieler Kryptowährungen  – was ist der Grund?

Relation sehen

Aktuell befindet sich der Bitcoin-Preis im freien Fall, mit einem Preis von gegenwärtig 2.073 US-Dollar. Ethereum, als zweitgrößte digitale Währung, sieht sich einem Preis von 145 US-Dollar gegenüber. Litecoin korrigiert ebenfalls auf 21,50 US-Dollar. So einheitlich wie fast alle Kryptowährungen gestiegen sind, so stark fallen sie derzeit.

Dennoch befindet sich der Bitcoin-Preis über dem von vor einer Woche – “eine Ewigkeit her”, wie es manche Nutzer auf Reddit derzeit beschreiben.

Auch das gesamte Marktkapital aller Kryptowährungen beläuft sich auf einen Wert von 13 Milliarden US-Dollar weniger als zuvor:

Im Grunde steht der Preis also dort wo er vor einigen Tagen stand. Doch die Stimmung spaltet die Community – und das vor allem in Kurzzeit- und Langzeitinvestoren. Gerade erstgenannte werden beschuldigt den “Sturz” initiiert zu haben.

Gemischte Stimmung

Es herrscht eine gemischte Stimmung innerhalb der sozialen Netzwerke. Die einen sehen das Platzen einer Blase und verweisen auf den massiven Kurseinbruch:

Andere wiederum sehen der Korrektur gelassen entgegen.

Südkorea und Japan zeigen äußerstes Interesse an digitalen Währungen, Indien befragt sogar seine Bürger wie man mit digitalen Währungen umgehen soll. Russland steht vor neuen Entscheidungen gegenüber Bitcoin & Co. und sogar die Skalierungsdebatte scheint zumindest innerhalb der Community ein Ende gefunden zu haben (auch wenn viele Core Developer ein paar Dinge monieren).

Eine konkrete Ursache für den Kurssturz ist nicht aus zu machen. Nach jeder Rally bedarf es einer Konsolidierung respektive Gewinnmitnahmen, damit der Markt nicht vollkommen überhitzt und es zu einer gefährlichen Blasenbildung kommt. Entsprechend positiv kann die Korrektur am Kryptomarkt gesehen werden.

Ob der Kurs nun steigt oder fällt, eine Sache dürfte spätestens ab Montag wieder in vielen Zeitungen stehen: “Digitale Kryptowährung aus dem Darknet fällt ins Bodenlose”.

BTC-ECHO

Über Danny de Boer

Danny de BoerAls Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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  • sail boat under the storm, detail on the winch: © Federico Rostagno - Fotolia.com

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