Glück gehabt? KuCoin rettet 204 Millionen US-Dollar aus Bitcoin-Börsen-Hack: Trading wieder möglich

Leon Waidmann

von Leon Waidmann

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Leon Waidmann

Leon Waidmann studiert Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz. Seit 2016 ist Leon begeistert von Kryptowährungen sowie der Blockchain-Technologie und befasst sich vor allem mit den politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Nachdem Ende des letzten Monats ein Hack stattgefunden hat, nimmt der Kryptowährung Exchange KuCoin den Betrieb wieder auf. Doch das ist kein Grund zur Freude.

In einem Update gab das KuCoin Team bekannt, das ein Sicherheits-Upgrade abgeschlossen ist. Aus- und Einzahlungen von Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und ERC20-USDT sind wieder möglich.

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Trotzdem gibt es noch einige Einschränkungen. TRC20-USDT und EOS-USDT sind einzahlbar aber nicht auszahlbar. Das Ein- und Auszahlen von OMNI-USDT ist immer noch nicht möglich.

Auf Twitter gibt KuCoin laufend Updates für den Handel von Kryptowährungen und Token bekannt. Aktuell ist der Service für 70 Krypto-Projekte wieder möglich.

KuCoin rettet 204 Millionen US-Dollar

Indem KuCoin mit Krypto-Projekten kooperierte, konnte ein Großteil der gehackten Kryptowährungen und Token entweder eingefroren oder entwertet werden. Es ist daher nicht mehr möglich, diese auf dem Markt zu verkaufen.

Trotz der drastischen Maßnahmen für die – einige Krypto-Projekte aus Zentralisierungsgründen in der Kritik standen – war es den Hackern möglich, 13 Millionen US-Dollar alleine über dezentrale Börsen (DEX) zu waschen. Da diese Börsen keiner Instanz untergeordnet sind, entziehen sie sich jeglicher Kontrolle und bieten ein fast perfektes Umfeld für Geldwäsche-Aktivitäten.

Zwar wurde bekanntgegeben, das KuCoin den Schaden kompensieren kann, aber dafür gibt es bisher keinen Nachweis.

Auch wenn ein Großteil des gehackten Geldes aufgefunden worden ist, sind die 64 Millionen US-Dollar, zuzüglich der 13 Millionen, die bereits „gewaschen“ sind, noch immer eine enorme Summe.

Wer sind die Täter und wie geht es weiter?

Laut einem Tweet von Johnny Lyu, dem CEO von KuCoin, sind die Täter des Hacks bekannt und konnten anhand der hinterlassenen Spuren identifiziert werden. Zudem veröffentlichte KuCoin eine Liste verdächtiger Adressen, die im Zusammenhang mit dem Hack stehen.

Diese Information sind indes schwer zu überprüfen. Fälle aus der Vergangenheit haben immer wieder gezeigt, dass es kaum möglich ist, Hacker von Krypto-Börsen zu fassen.

Der Fall von Cryptopia hat beispielsweise in jüngerer Vergangenheit gezeigt, dass zentralisierte Börsen durch Hacks schlimmstenfalls in die Insolvenz getrieben werden können.

Einige der in letzter Zeit getroffenen Aussagen des KuCoin-Teams könnten also schlicht dazu dienen, das Vertrauen der Kunden wiederherzustellen. Auch wenn die neusten Entwicklungen eine Erholung KuCoin wahrscheinlicher machen, kann niemand mit Sicherheit sagen ob das Unternehmen sich vollständig erholt.

Eine dauerhafte Schädigung des Vertrauen könnte gravierende Folgen für den langfristigen Erfolg von KuCoin haben. Es besteht die Gefahr, dass Kunden einen Exodus veranstalten und ihr Vermögen von KuCoin abheben.

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