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Kryptokriminalität: Raubüberfälle auf Kryptobesitzer nehmen zu

Quelle: Hacker holding bitcoin coin and futuristic interface with digital globe and connection, technology computer or cyber crime concept. via Shutterstock

Kryptokriminalität: Raubüberfälle auf Kryptobesitzer nehmen zu

Besitzer von Kryptowährungen geraten verstärkt in den Fokus von Kriminellen. Hackerattacken auf Krypto-Accounts sind nahezu alltäglich, aber auch physische Übergriffe auf Investoren des virtuellen Cash mehren sich. Der Krypto-Enthusiast Jameson Lopp hat 23 bekannt gewordene Übergriffe im US-Onlinedienst GitHub dokumentiert. Hierzu zählen Diebstähle von Geldautomaten, Geiselnahmen und bewaffnete Raubüberfälle.

Bereits vor mehr als zwei Jahren berichtete BTC-ECHO von einem Raub, infolgedessen die Bitcoin-Börse Cryptsy in die Pleite gegangen war. Wie die britische Tageszeitung „Daily Mail“ im Januar dieses Jahres berichtete, seien beispielsweise beim Devisenmakler-Paar Amy Jay und Danny Aston im südenglischen Moulsford vier vermummte und bewaffnete Personen eingedrungen. Sie hätten den Händler gezwungen, auf seinem Computer eine Überweisung in Bitcoin durchzuführen.

In einem Tweet erklärt Lopp:

„Um das sich dynamisch wandelnde Sicherheitsumfeld von Kryptobesitzern im Auge zu behalten, habe ich ein Open-Source-Register gestartet, um physische Übergriffe zu dokumentieren. Bitte unterstützen sie uns mit Ergänzungen und Korrekturen.“

Im aktuellen Zusammenhang stellte Lopp weiter auf Twitter fest, dass sich zehn der bislang festgestellten Übergriffe in den vergangenen sechs Monaten ereignet hätten. „Wie es scheint, gibt es eine starke Tendenz, dass sich solche Übergriffe häufen.“

Heiße Diskussionen nach dem Aufruf

Der Aufruf von Lopp löste eine heftige Diskussion auf der Plattform aus, wobei zahlreiche User ihre eigenen Erfahrungen mitteilten. Ein Anwender berichtet von einer über mehrere Stunden andauernden Geiselnahme in China. Der Katalog umfasst Vorfälle auf verschiedenen Ländern wie Taiwan, den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Ukraine oder Island. Zehn Übergriffe fanden in den USA statt. Der früheste Eintrag stammt aus dem Dezember 2014. Alle Vorfälle sind belegt.

Lopp führt auch einen Fall auf, bei dem ein Opfer einen kriminellen Übergriff erfolgreich abgewehrt hat. „Bei einem der 28 dokumentierten Vorfälle, ist es einem Bitcoin-Besitzer gelungen, den Angreifer erfolgreich zu stoppen.“ Wie dieser erste organisierte Versuch der Katalogisierung von Übergriffen in Bezug auf Kryptowährungen belegt, sind Kryptobesitzer ein leichtes Ziel für Betrüger und andere Kriminelle.

Allen Kryptobesitzern ist zu empfehlen, mit ihrem Eigentum nicht zu prahlen und es, soweit es geht, zu verbergen. Public Keys sollten mit Bedacht veröffentlicht werden.

BTC-ECHO

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