Krypto- und traditionelle Märkte – Bitcoin immer noch Top-Performer

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen.

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Die jüngsten Konsolidierungen änderten nichts daran, dass Bitcoin auch in dieser Woche Top-Performer ist. Die Volatilität ist immer noch bei ungefähr drei Prozent und die Kopplung zu den klassischen Märkten weiterhin sehr gering.  

Seit Anfang November verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Dabei geht es nicht um einen trivialen Vergleich der Performance. Institutionelle Investoren sind an Bitcoins Anspruch, ein nicht korreliertes, stabiles Asset zu sein, äußerst interessiert. Im Rahmen eines Gastbeitrags auf €uro Fundresearch hat sich BTC-ECHO der Fragestellung gewidmet, ob Bitcoin und der stark korrelierte Krypto-Markt eine gute Ergänzung für klassische Portfolios darstellen würden. Diese Fragestellung ist es, die institutionelle Investoren am Krypto-Markt interessiert, weniger eine Hoffnung auf einen neuen Bull Run wie Ende 2017.

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Um die Eignung für klassische Portfolios zu klären, kann ein Investor verschiedene Größen betrachten. Zum einen wäre es interessant, zu sehen, ob und wie stark Bitcoin zu traditionellen Märkten gekoppelt ist. Zum anderen ist ein stabiles Asset für ein langfristiges Investment attraktiv. Die Volatilität des Assets muss zwar nicht extrem gering sein. Sie sollte aber wenigstens über einen längeren Zeitraum eine gewisse Konstanz aufweisen.

Wir achten in dieser Artikelreihe deshalb auf die Korrelation im letzten Monat, auf eine gleitende Korrelation, eine gleitende Volatilität und eine gleitende Performance. Die drei letzten Werte werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage ausgerechnet. Als Vergleichsassets aus den traditionellen Märkten betrachten wir die Indizes S&P 500, Dax und Nikkei, auf Öl und Gold.

Wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen Bitcoin und den klassischen Märkten?

Die Kopplung zu XRP ist wieder etwas gesunken, jedoch noch etwas größer als im März:

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Wie in den letzten Wochen kann man sich im Vergleich mit den klassischen Märkten auf Bitcoin fokussieren.

Korrelation: Kryptowährungen vs. traditioneller Markt

Weiterhin sind der Bitcoin-Kurs und der S&P-500-Index kaum korreliert. Die Korrelation zum Nikkei-Index ist ebenso sehr gering, während zum DAX und zu Öl positive Kopplungen bestehen. Die starke Antikorrelation zu Gold bleibt weiterhin bestehen:

Die Situation ist der von der letzten Woche recht ähnlich. Gold ist weiterhin zu Bitcoin antikorreliert, der S&P-500- sowie der Nikkei-Index weisen kaum eine Korrelation auf und der DAX sowie Öl sind zu Bitcoin korreliert:

Insgesamt liegt die absolute mittlere Korrelation Bitcoins mit den übrigen Märkten bei 28 Prozent. Sie muss sich den ersten Platz bezüglich Entkopplung in dieser Woche mit Gold teilen. Unter Berücksichtigung von Kompensationseffekten durch etwaige Antikorrelationen sieht das Bild extremer aus. Zwar ist Bitcoins Kopplung zu den übrigen Märkten mit 22 Prozent die zweitkleinste – dicht gefolgt vom Nikkei-Index, der aktuell 25 Prozent Kopplung vorweisen kann. Das unabhängigste Asset ist weiterhin Gold, welches eine Korrelation von nur zehn Prozent vorweisen kann.

Mittlere Performance Bitcoins weiterhin über allen Assets

Die Kursexplosion vom 2. April schlug sich selbstverständlich auf die Volatilität nieder. Instantan schoss sie auf 3,5 Prozent. Bei diesem Level konnte sie sich jedoch stabil halten:

Zwar konnte Bitcoin den Abstand zu den übrigen Assets nicht ausbauen, jedoch steht die mittlere tägliche Perfomance weiterhin deutlich über der der Vergleichsassets. Während S&P 500, DAX, Nikkei und Gold mehr oder weniger eine Performance von Null besitzen, konnte Öl zwischenzeitlich eine deutlich bessere vorweisen. Aktuell sieht jedoch alles danach aus, als würde Öl sich dem Tanz um die Nulllinie anschließen wollen:

Trotz des leichten Sell-Off der letzten Tage ist Bitcoin auch seit Jahresbeginn das am besten performende Asset:

Öl und Bitcoin liefern sich weiterhin Kopf-an-Kopf-Rennen

Betrachtet man die kumulierte Performance seit Jahresbeginn, hat sich die Situation seit der letzten Woche leicht verbessert. Zwar wäre man mit einem Investment in Öl immer noch besser gefahren, der Abstand ist jedoch zwischenzeitlich auf ein Minimum gesunken. Auch nach der jüngsten Konsolidierung ist das Kopf-an-Kopf-Rennen noch nicht endgültig entschieden. Alle anderen Assets liegen deutlich hinter diesen beiden:


Bitcoin bleibt also weiterhin ein interessantes Asset für institutionelle Investoren: Seine Unabhängigkeit vom übrigen Markt, eine hohe, aber noch überschaubare Volatilität und eine sehr gute Performance sind zweifellos Gründe für institutionelle Investoren, sich Bitcoin genauer anzuschauen.

Daten am 5. April von cryptocompare.comfinance.yahoo.com und fred.stlouisfed.org verwendet.

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