Kriminalität: Europol trifft sich mit Kryptobörsen

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Quelle: Handcuffs and bitcoins, conceptual image for cryptocurrency related police arrest via Shutterstock

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Europol hat sich mit den Betreibern von Kryptobörsen getroffen, um gemeinsam über Instrumente gegen den Missbrauch von Kryptowährungen für illegale Zwecke zu diskutieren.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Dass sich in der Herde der Kryptoanhänger auch das ein oder andere schwarze Schaf finden lässt, ist hinreichend bekannt – auch der Polizei. Die europäische Strafermittlungsbehörde Europol hat sich deshalb mit 16 Betreibern von Kryptobörsen, Anbietern von Wallets und Finanzdienstleistern aus der Kryptobranche getroffen.

Das Treffen fand letzte Woche im Hauptquartier von Europol in Den Haag statt. In dem Brainstorming ging es hauptsächlich um die Frage, wie man die Urheber von verdächtigen Transaktionen identifizieren kann. Außerdem ging es um Möglichkeiten, Mechanismen auszuhebeln, mit denen die Herkunft von Kryptogeldern verschleiert werden kann. Des Weiteren diskutierten die Teilnehmer über die Errichtung eines zentralisierten Systems, das Wallets markiert, die mit Kriminellen in Verbindung gebracht werden. Diese wären dann nicht mehr in der Lage, Kryptowährungen in Fiatgeld zu tauschen.

Ein solches System widerspräche freilich einem der Kernaspekte von Kryptowährungen, nämlich dem der Dezentralität.

Kryptobörsen handeln bereits pro-aktiv


Viele größere Exchanges sind schon seit Längerem dabei, ihre Sicherheitsvorkehrungen zu aktualisieren. Dadurch will man auch etwaigen Schwierigkeiten mit Regulierungsbehörden zuvorkommen. So verpflichten sich immer mehr Börsen den Know-Your-Customer-Regeln.

Wer beispielsweise bei der US-amerikanischen Exchange Coinbase handeln will, muss sich zuvor identifizieren. Die Kryptobörse verlangt von Neukunden Lichtbildausweis, Telefonnummer und weitere Angaben zur Person. US-Bürger müssen zudem ihre Sozialversicherungsnummer angeben.

Bei Kraken ist der Verifizierungsprozess gestaffelt und davon abhängig, wie man seinen Account nutzen möchte. Während für die Registrierung eine E-Mail-Adresse genügt, können nur KYC-konforme Kunden die Börse vollumfänglich verwenden.

Die weltgrößte Krypto-Exchange Binance hält die Zügel etwas lockerer, aber auch dort müssen sich Benutzer mit ihrem Ausweis identifizieren – allerdings erst, wenn sie pro Tag mehr als zwei BTC abheben möchten.

Gänzlich zügellos geht es indes bei LocalMonero zu. Die Exchange hatte sich in Reaktion auf die Einführung der KYC-Richtlinien bei LocalBitcoins gegründet und verlangt von seinen Usern folgerichtig keine Form der Identifikation. Das soll sich auch in Zukunft nicht ändern, zumindest wenn es nach „Alex“, dem Mitbegründer der Börse, geht.

Es bleibt abzuwarten, ob bzw. welche konkreten Konsequenzen die Exchanges aus dem Treffen mit Interpol ziehen werden.

BTC-ECHO


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