Keine Nullnummer: 0x und die tokenisierte Wirtschaft

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Dezentrale Krypto-Börsen hier, dezentrale Börsen da. Und mittendrin 0x (ZRX). Das Ethereum-Protokoll nutzt eine Reihe von Smart Contracts, um ganz ähnliche Anwendungen wie dezentrale Exchanges zu realisieren. Das Projekt startete indes mit dem festen Ziel, die Vorteile von dezentralen Exchanges sogar zu übertreffen. Denn mit ZRX lassen sich nicht nur eine Reihe von Token untereinander handeln, sondern auch alle möglichen tokenisierten Vermögensanlagen wie Immobilien oder Anleihen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 2. Januar 2020 12:01 Uhr von Mark Preuss

Hier sind drei mögliche Anwendungsfälle für 0x.

ZRX: Die schnelle Alternative zu DEX

Dezentrale Krypto-Börsen gelten als langsam. Denn die Transaktionsdauer ist für den Handel mit Krypto-Assets auf dezentralen Exchanges fundamental abhängig von den Blockzeiten. Ferner müssen die Handelspartner Transaktionsgebühren für jeden Auftrag zahlen, da sie ja Kapazitäten auf der Blockchain nutzen.

0x nimmt für sich in Anspruch, eine Lösung für diese Probleme gefunden zu haben. Denn ZRX ist ein sogenanntes Second-Layer-Protokoll. Das heißt, Handelspartner können mit Hilfe von 0x beliebig viele Transaktionen durchführen, ohne bei jeder einzelnen auf die Ethereum-Blockchain zurückgreifen zu müssen. Lediglich das „Clearing“, also die finale Bilanz, muss auf die Blockchain gelangen. Das spart den 0x-Entwicklern zufolge Zeit und Kosten.

Die tokenisierte Wirtschaft

Eines der großen Wertversprechen der Blockchain-Technologie ist die Schaffung von tokenisierten, digitalen Vermögensanlagen. Eine ganze Reihe von Start-ups arbeitet bereits an der Implementierung von neuen Anlageklassen auf Token-Basis.

Diese bringen einige Vorteile mit sich. Transaktionen können erheblich schneller durchgeführt werden als bei herkömmlichen Geschäften am Finanzmarkt. Ferner bietet die Tokenisierung von Assets die Möglichkeit, Anlageprodukte mit hohen Volumina wie Immobilien in beliebig kleine Tranchen aufzuteilen. Jeder Token repräsentiert dann eine prozentuale Anteilseignung am Gesamtprodukt.

0x könnte ein integraler Bestandteil dieser „tokenized economy“ werden. Denn auf 0x können Investoren alle möglichen Token, nicht nur diejenigen auf ETH-Basis, handeln.

Die Integration von immer mehr tokenisierten Anlageprodukten in den Finanzmarkt hätte ohne Frage einen Effizienzgewinn zur Folge: Markteintrittsbarrieren fielen weg, da sich auch mit einem geringeren Kapital Investitionen realisieren ließen. Die Märkte wären transparenter und Transaktionskosten geringer.

Private Darlehen

Auch der Markt für Darlehen könnte mithilfe von 0x verbessert werden. Denn die Blockchain-Technologie schafft ein Level an Transparenz und Verbindlichkeit, das seinesgleichen sucht.

Dadurch könnte das sogenannte „Peer-to-Peer Lending“, bei dem Privatleute als Kreditgeber fungieren, an Bedeutung gewinnen. Bei mehr Konkurrenz auf dem Geldmarkt ist dementsprechend mit mehr Effizienz und geringeren Preisen als zur Zeit zu rechnen.

Fazit

0x ist ein vielversprechendes Projekt im Bereich der tokenisierten Wirtschaft. Es ist ein versatiles, objektorientiertes Protokoll, das sich für eine Vielzahl an Anwendungen im Sinne des Token-Handels eignet.

Ob ZRX der Standard für den dezentralen Handel mit digitalen Wertanlagen wird, bleibt abzuwarten.

BTC-ECHO

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