IOTA: Das unterscheidet das Projekt von Bitcoin & Co.

Quelle: Shutterstock

IOTA: Das unterscheidet das Projekt von Bitcoin & Co.

IOTA ist etwas anders als Bitcoin, Ripple und Ethereum. Diese Dinge unterscheiden das Projekt von anderen Kryptowährungen.

Kryptowährungen gibt es Tausende. Abgesehen von Bitcoin, Ethereum und Ripple gibt es einige, die aus der Masse stechen. IOTA ist eines davon. Einige Features, durch die sich das Projekt von anderen Kryptowährungen abhebt.

Der Use Case von IOTA

Der Anwendungsfall IOTAs versteckt sich bereits im Namen: IoT, Internet of Things oder eben Internet der Dinge. Denn die Kryptowährung ist darauf ausgelegt, die Währung für die Kommunikation von Maschinen untereinander zu sein. Im übertragenen Sinne sagt etwa eine Schranke zum Smartphone: „IOTA“ und kommuniziert dabei, dass sie geöffnet werden will. Anwendungsfälle wie dieses sind es, die die Kryptowährung von anderen abhebt.

Die technologische Grundlage: IOTAs Tangle

Auch in der technologischen Ausgestaltung unterscheidet sich das Projekt von anderen Kryptowährungen. Setzt Bitcoin etwa auf die Blockchain-Technologie und den Proof-of-Work-Konsens, baut IOTA auf einem Tangle auf. Das „ordentliche Gewirr“ ist ein gerichteter, azyklischer Graph. Dadurch verspricht die Technologie die parallele Verarbeitung von Transaktionen. Während bei Bitcoin etwa Block um Block in einer „Kette“ aneinandergereiht wird, geschieht die Verarbeitung und Ausbreitung bei IOTA simultan in alle Richtungen. Das kommt jedoch auch mit einem Preis.

Der Koordinator

Die Ausrichtung des Tangle und die parallelen Transaktionen verlangen bislang noch eine Instanz, die alles steuert: den Koordinator. Was in der Bitcoin Blockchain der Proof of Work und die Miner übernehmen, findet bei IOTA direkt in den Transaktionen statt – jede neue Transaktion bestätigt mindestens zwei vorherige. Zudem fallen für Transaktionen im Tangle keine Gebühren an – eine weitere Besonderheit von IOTA. Damit wird das Netzwerk mit jeder neuen Transaktion sicherer. Da es zu Beginn jedoch noch nicht genügend Transaktionen gibt, um das Netzwerk sicher zu halten, benötigt es eine zentrale Instanz, die für die Richtigkeit der Transaktionen sorgt: den Koordinator. Da dieser IOTA jedoch bei Kritikern immer wieder als zentralisiert gelten lässt und das System vor allem auf eigenen Beinen stehen soll, will die Foundation den Koordinator nach und nach mit dem Coordicide abschaffen.

Skalierung


[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf eToro handeln.Warum eToro? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies); Social Trading mit großer internationaler Community.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Durch die parallele Verarbeitung der Transaktionen verspricht IOTA eine unendliche Skalierbarkeit. Während die Bitcoin Blockchain und ähnliche Proof-of-Work-Systeme mitunter recht lange brauchen, um viele Transaktionen zu verarbeiten, tut IOTA das simultan (s. o.). Dadurch skaliert das Tangle in der Theorie sehr viel besser als einige andere Kryptowährungen.

Übrigens: Der Name des Projektes steht nicht, wie häufig angenommen, für eine „Internet of Things Association“. Vielmehr bezieht sie sich auf den gleichnamigen griechischen Buchstaben und bedeutet übersetzt so viel wie „der kleinste Buchstabe“ – entsprechend den winzig kleinen Transaktionen, die es im Internet-of-Things-Gewebe zu verarbeiten gibt.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Libra-Treffen in der Schweiz: Ein langer Weg für den Facebook Coin
Libra-Treffen in der Schweiz: Ein langer Weg für den Facebook Coin
Altcoins

In Basel trafen sich am 16. September Vertreter von Facebooks geplanter Kryptowährun Libra mit insgesamt 26 Zentralbanken-Vertretern. Dabei wurde die Zukunft des Bitcoin-Abkömmlings aus dem Hause Zuckerberg diskutiert.

Termingeschäfte bald auch mit Bitcoin Cash?
Termingeschäfte bald auch mit Bitcoin Cash?
Altcoins

Bitcoin-Evangelist Roger Ver will aus Bitcoin Cash wieder die Nummer zwei der Kryptowährungen machen. Termingeschäfte sollen dabei helfen.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Libra-Treffen in der Schweiz: Ein langer Weg für den Facebook Coin
Libra-Treffen in der Schweiz: Ein langer Weg für den Facebook Coin
Altcoins

In Basel trafen sich am 16. September Vertreter von Facebooks geplanter Kryptowährun Libra mit insgesamt 26 Zentralbanken-Vertretern. Dabei wurde die Zukunft des Bitcoin-Abkömmlings aus dem Hause Zuckerberg diskutiert.

Wohin mit all dem Müll? KleanLoop als digitaler Wertstoffhof
Wohin mit all dem Müll? KleanLoop als digitaler Wertstoffhof
Tech

Ein kanadisches Unternehmen hat eine dezentralisierte Anwendung (dApp) entwickelt, die das Konzept des „Waste Mining“ populär machen soll. Mit KleanLoop soll zunächst das Problem alter Autoreifen angegangen werden. Doch die Visionen von Klean Industries Inc. gehen noch weit darüber hinaus.

OKEx verbannt Privacy Coins
OKEx verbannt Privacy Coins
Märkte

FATF sei Dank: Die südkoreanische Bitcoin-Börse OKEx verbannt diverse anonyme Kryptowährungen sowie „Super Bitcoin“ von ihrer Plattform. Insgesamt sind vier sogenannte „Privacy Coins“ betroffen – darunter auch Monero (XMR), der Privacy Coin mit der höchsten Marktkapitalisierung.

Altcoin-Marktanalyse – Geringe Handelsspanne bei Bitcoin und Ethereum mit möglicher Bodenbildung
Altcoin-Marktanalyse – Geringe Handelsspanne bei Bitcoin und Ethereum mit möglicher Bodenbildung
Kursanalyse

Die Gesamtmarktkapitalisierung des Krypto-Marktes schaffte es diese Woche weder ein neues Wochenhoch noch ein neues Wochentief auszubilden. Der Widerstand bei 268 Milliarden US-Dollar wie auch die Unterstützung im Bereich von 240 Milliarden US-Dollar haben weiterhin Bestand. Die Kapitalisierung konnte sich nicht entscheidend absetzen und liegt mit aktuell 258 Milliarden US-Dollar ebenfalls auf Vorwochenschluss.

Angesagt

Deutsche Bank macht winterfest – und tritt JPMorgans Blockchain-Netz IIN bei
Blockchain

Als jüngstes Mitglied tritt die Deutsche Bank dem Interbank Information Network (IIN) vom Branchenkonkurrenten JPMorgan bei. Über den Austausch von Transaktionsdaten soll das Blockchain-Netz internationale Überweisungen schneller und günstiger gestalten. JPMorgan erhofft sich von dem Beitritt weiteren Zuwachs vonseiten großer Geldhäuser. Die derzeit strauchelnde Deutsche Bank wiederum will sich mithilfe des Netzwerks auf das Zukunftsgeschäft im Bereich von Echtzeitüberweisungen einstellen.

Warner Music investiert in CryptoKitties-Entwickler Dapper Labs
Blockchain

Das Medienunternehmen Warner Music Group unterstützt das neue Projekt der Entwickler des Ethereum-Projekts CryptoKitties. Auf „Flow“ sollen einzigartige digitale Sammelgegenstände geschaffen und getauscht werden können.

BeeCoin: Berlin Art Week verbindet Bienen und Blockchain
Blockchain

Bienen, die auf Blockchain-Basis sozialen Mehrwert generieren? Das gab es dieses Wochenende auf der Berlin Art Week zu sehen. Eine Kooperation verschiedener Künstlerkollektive in Berlin lancierte eine eigene Kryptowährung namens „BeeCoin“. Das Besondere daran: Über Sensoren erfassen die Netzwerkknoten das Wohlergehen der Bienen und wandeln die Parameter in Ethereum-basierte Assets um. Diese nutzen die Künstler für die Finanzierung gemeinnütziger Projekte.

Plötzlich fiel der Bitcoin-Kurs: Probleme bei Binance
Bitcoin

Auf der Binance-Futures-Plattform schwankte der Bitcoin-Kurs am 16. September erheblich. Der vermeintliche Grund löste eine Tweet-Serie des Geschäftsführer Changpeng Zhao aus. Und zeigte die mangende Reife der weltweit größten Krypto-Börse.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: