Standardisierung Internationale Handelskammer fördert Blockchain-Interoperabilität

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Ein Mehr an Vernetzung verspricht der Wirtschaft zahlreiche Vorteile. Schließlich können dadurch mehr Daten in einem kürzeren Zeitraum ausgetauscht und verarbeitet werden. Dieser Prozess ist allerdings auf die Festlegung von gemeinsamen Grundeinheiten und Standards angewiesen. Zum Glück nimmt sich die Internationale Handelskammer nun im Blockchain-Bereich dieser Aufgabe an.

Die Internationale Handelskammer (ICC) hat die Digital Trade Standards Initiative (DSI) ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit im digitalen Handel zu fördern. Das branchenübergreifende Projekt will demgemäß allgemeingültige Handelsstandards entwickeln, die einen größeren Grad an Interoperabilität zwischen verschiedenen Blockchain-Netzwerken und anderen FinTech-Plattformen ermöglichen sollen.

Die DSI knüpft dabei an die Arbeit von anderen, kleineren Initiativen an, die ebenfalls den Austausch zwischen Blockchain-Plattformen befördern wollten. Der Grundstein für das Projekt war derart gelegt, als die ICC im September die Führung des Universal Trade Network übernahm. Hierbei handelte es sich ebenfalls um ein Netzwerk zur Verbesserung der Interoperabilität, das unter anderem von den Blockchain-Unternehmen R3 und TradeIX ins Leben gerufen wurde.

Universelle Standards für den Handel auf Blockchainbasis

Das wesentliche Ziel der DSI besteht nach eigenen Angaben darin, über das bislang vorherrschende Kooperationsmodell im digitalen Handel hinauszugehen. Denn heutzutage werden Digitalisierungsabkommen oftmals bilateral zwischen einzelnen Unternehmen und Institutionen abgeschlossen. Als Konsequenz entstünde eine zerstückelte Infrastruktur, mit zahllosen separaten Blockchains und anderen Plattformen.

Interoperabilität, im Sinne der Fähigkeit zur Datenkompatibilität und Zusammenarbeit, ist demgegenüber auf gemeinsame digitale Standards angewiesen. Erst ihre Entwicklung würde folglich eine Branchen- oder auch Blockchain-übergreifende Kooperation überhaupt möglich machen. Hierzu John W. H. Denton AO, Generalsekretär der ICC:

Universelle Standards werden bestehende digitale Inseln verbinden und den Marktkräften ermöglichen, die Kundenerfahrung zu verbessern. Als eine führende und neutrale Stimme in der Branche war es sinnvoll, dieses Projekt unter das Dach der ICC zu bringen. Dies wird es der ICC DSI ermöglichen, die Bemühungen bei der Entwicklung von Standards und Protokollen zur Digitalisierung des Handels zu leiten und zu koordinieren.

Bei der Führung der DSI erhält die weltweit größte Handelsorganisation unterdessen finanzielle Unterstützung von der Asian Seed Bank und der Regierung von Singapur. Die DSI hat ihren Sitz deshalb im Center for Future Trade der ISS, das ebenfalls in Singapur angesiedelt ist. Das Projekt sucht momentan nach Personal und einem Management-Team.


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