Wilde Spekulationen Huobi: Manager der Bitcoin-Börse angeblich verhaftet

Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christian Stede

Christian ist freiberuflicher Journalist. Er ist davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie ein noch ungeahntes Umweltschutz- und Nachhaltigkeitspotenzial bietet.

Huobi Logo mit Bitcoin-Münze

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Laut Gerüchten wurde ein Huobi-Manager verhaftet. Trotz Dementi verkaufen viele Anleger ihre Bitcoins. Dann gibt es noch eine mysteriöse Tether-Zahlung bei Huobi.

Unbestätigten Gerüchten zufolge wurde der COO der in Singapur ansässigen Bitcoin-Börse Huobi am Montag verhaftet. Huobi selbst hat diese Gerüchte dementiert und behauptet, Robin Zhu sei auf einer normalen Geschäftsreise gewesen und werde am Dienstag an einem Meeting teilnehmen. Gleichwohl ließen sich einige Anleger davon nicht beschwichtigen und begannen bereits, ihre Bitcoin-Depots abzubauen. Die Gerüchte hallen deutlich nach, schließlich handelt es sich mit Huobi um eine der größten Bitcoin-Börsen der Welt. 


Das Nachrichtenportal Coindesk zitiert Huobi in einer aktuellen Meldung wie folgt:

Wir können mit Zuversicht mitteilen, dass diese Gerüchte falsch sind. Alle Mitglieder des Führungsteams von Huobi wurden zur Rechenschaft gezogen und sind weder festgenommen noch inhaftiert worden.

Huobi wies noch einmal deutlich darauf hin, dass ungeachtet dieser Gerüchte das Geld der Anleger „absolut sicher“ sei. Der Blockchain-Tracker @whale_alert meldet jedoch bereits von Huobi abgehende Bitcoin-Transfers von mehr als 500 Millionen US-Dollar innerhalb kürzester Zeit. Huobi operiert zwar mittlerweile offiziell von Singapur aus, hat seine Ursprünge aber in China. Offenbar läuteten nach der Verbreitung der Gerüchte bei vielen Anlegern die Alarmglocken. Aber nicht deswegen, weil Robin Zhu oder dem Handelsplatz illegale Praktiken vorgeworfen werden. 

Steht Huobi im Fokus von Chinas Behörden?

Der Hintergrund scheint vielmehr zu sein, dass die Anleger eine Kooperation von Huobi mit den chinesischen Behörden fürchten. Es gab nämlich bereits einige prominente chinesische Krypto-Firmen, deren leitende Angestellte mit der Polizei und den Ermittlungsbehörden kooperierten. Diese Information gaben die Unternehmen aber lange nicht zu. Offenbar vermuten viele nun bei Huobi einen ähnlich gelagerten Fall.

So machten erst im Juni dieses Jahres Gerüchte über Dong Zhao, Mitbegründer der chinesischen Krypto-Plattform Renrenbit, die Runde. Nach gut zwei Wochen bestätigte das Unternehmen die Nachricht, dass er die Polizei bei ihren Ermittlungen unterstützt. Seit Oktober gab es Probleme bei der chinesischen Krypto-Börse OKEx. Deren Gründer Star Xu soll in Polizeigewahrsam genommen worden sein. Die Plattform hat seither sämtliche Auszahlungen ausgesetzt. 

Zusätzlich irritiert, dass im selben Atemzug, wie Bitcoin-Verkäufe stattfanden, große Tether-Summen (USDT) bei Huobi eintrafen. Das Gesamtvolumen von nur zwei Transaktionen beträgt über 400 Millionen US-Dollar. Die Gerüchte über Zhus Verhaftung kamen kurz nach diesen beiden Transfers auf. Da die Herkunft dieser beiden hohen Beträge unklar ist, kann man derzeit über die Hintergründe nur spekulieren.

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