Hardware Wallet mit Tücken – Ledger präsentiert Sicherheitslücken der Konkurrenz

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

Teilen

Quelle: Shutterstock

BTC8,781.44 $ -4.53%

Die Krypto-Sicherheitsexperten aus dem Hause Ledger haben eine Reihe von Sicherheitslücken bei Hardware Wallets des konkurrierenden Anbieters Trezor aufgelistet. Trezor hat bereits reagiert und durch eine Reihe von Updates für Verbesserungen gesorgt.

Die Kontrolle über die eigenen Private Keys im Bitcoin-Kosmos ist eine heikle Angelegenheit. So lassen sich Besitzverhältnisse von Krypto-Assets durch die digitale Signatur mittels Private Key zwar einwandfrei bestimmen. Mit der Kontrolle der privaten Schlüssel geht aber auch immer ein gewisses Verlustrisiko einher. Zahlen, nach denen bereits über vier Millionen BTC in die ewigen Jagdgründe übergegangen sind, bestätigen dies. Public Key Cryptography ist eine ebenso sichere wie gnadenlose Verschlüsselungsmethode.

Wer es trotzdem wagt, die Verantwortung über das eigene Krypto-Vermögen zu übernehmen, dem sei angeraten, sich nicht leichtfertig mit der Wahl einer geeigneten Wallet auseinanderzusetzen. Gemeinhin gelten Hardware Wallets wie jene von Trezor oder Ledger als verlässliche Lösung. Die Handhabe ist simpel und das Level an Sicherheit hinreichend.

Allerdings sind auch Hardware Wallets nicht gefeit vor Sicherheitslücken. Eine ganze Reihe davon hat Ledger am gestrigen Montag, dem 11. März, veröffentlicht: Sicherheitslücken, die den konkurrierenden Produkten von Trezor anhängen.


Anzeige

Einfach Bitcoin handeln auf Plus500

Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen (CFD) auf Plus500 sicher handeln. Warum Plus500? Führende CFD Handelsplattform; Kostenloses 100.000 EUR Demo-Konto; Mobile Trading-App; starker Hebel; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Gold Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).
Jetzt kostenloses Konto eröffnen


Nun könnte man sagen, man wolle der Konkurrenz schaden, indem man durch das Streuen von Informationen das Ausnutzen eben jener Angriffsvektoren erst zur Ausnutzung durch Hacker animiert. Ledger behauptet das Gegenteil: Die Sicherheitsexperten des französischen Wallet-Herstellers haben Trezor vorab eine Art Gnadenfrist eingeräumt, während der die Kollegen die Mängel am Konkurrenzprodukt beheben können. So sorge man für mehr Sicherheit für alle Beteiligten.

Sicherheitslücken bei Trezor

Problem 1: Das Siegel

Wie Ledger demonstriert, lässt sich das Sicherheitssiegel mithilfe eines Skalpells problemlos entfernen. Das Siegel soll eigentlich verhindern, dass Drittparteien das Gerät öffnen, um nachträgliche Änderungen daran vorzunehmen. Tut es aber nicht, wie Ledger zeigt.

Hacker könnten sich ein Gerät zukommen lassen, Änderungen an der Software vornehmen und den Trezor innerhalb der Garantiefrist an den Händler zurückschicken. Sodann würden mit Schadsoftware ausgestattete Wallets an Dritte weitergegeben werden, deren Krypto-Funds, man ahnt es, bedroht sind.

Problem 2: Der PIN-Code

Was ein wenig nach Science Fiction klingt, scheint ein echter Angriffsvektor beim Trezor zu sein. Offenbar ist es möglich, mittels eines Side Channels die PIN des Geräts zu erraten. Man müsse der Wallet lediglich eine zufällige Abfolge von Ziffern präsentieren und dann den Stromverbrauch beim Abgleich mit der tatsächlichen PIN messen.

Das Ledger-Team hat auf diese Weise mit nur fünf Versuchen die korrekte PIN eines Trezors erraten können.

Diese Sicherheitslücke sei allerdings durch Patch 1.8.0 bereits behoben worden.

Problem 3: Datensicherheit

Die nächste Sicherheitslücke betrifft sowohl den Trezor One als auch den Trezor T: Sobald Dritte physischen Kontakt mit einem dieser Wallets herstellen können, können sie den Ledger-Mitarbeitern zufolge alle relevanten Daten aus dem Flash-Speicher des Geräts extrahieren. So könnte man sich auch Zugang zu den darauf abgelegten Funds verschaffen.

Über die technischen Details dieses Angriffsvektors schweigt sich Ledger indes aus – man wolle dem Schindluder keinen Vorschub leisten.

Präsentation auf der MIT Bitcoin Expo

Wer mehr über die Sicherheitsinfrastruktur der Hardware Wallets aus dem Hause Trezor (präsentiert von Experten aus dem Hause Ledger) erfahren möchte, dem sei diese 30-minütige Präsentation auf der Bitcoin-Ausstellung am MIT ans Herz gelegt. Achtung: auf englischer Sprache.

Trotz der hier gelisteten Probleme gelten Hardware Wallets nach wie vor als die sicherste Verwahrmethode für das digitale Gold.


kryptokompass mit bitcoin münze
inkl. gratis Bitcoin-Münze
Der Kryptokompass | Aktuelle Ausgabe 05/2020

Titelthema: BITCOIN HALVING - Diese Kursszenarien sind wirklich relistisch


Der Kryptokompass ist das erste Investorenmagazin für Blockchain Asssets und liefert Investoren exklusive Einschätzungen und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Krypto-Märkten.

Mehr dazu ->

Teilen

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise
BTC-ACADEMY
ANSTEHENDE EVENTS

Kryptowährungen einfach kaufen und verkaufen

Ein Bankkonto, Krypto-Wallets und Trading vereint

  • Einfach, sicher und zuverlässig
  • Kontoeröffnung in nur 5 Minuten
  • Nur 1% Handelsgebühr
  • Made in Germany