Haben ICOs ausgedient? 97 Prozent Kapitalverlust in Q1 2019, Bitcoin-Kurs steigt weiter

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Der Bitcoin-Kurs steigt unaufhörlich weiter, doch das ehemalige Erfolgsmodell Initial Coin Offering scheint ausgedient zu haben. Die Möglichkeit, in kurzer Zeit viel Kapital einzusammeln, hat im Bitcoin-Ökosystem Konkurrenz bekommen, die mehr Sicherheit für Investoren bieten soll: die Initial Exchange Offerings. Doch sind die Unterschiede so groß, wie sie wirken?

Als der Bitcoin-Kurs Ende 2017 in ungeahnte Höhen schoss, konnte sich auch ein anderes Modell im Krypto-Ökosystem wachsender Beliebtheit erfreuen: die Initial Coin Offerings. Meist emittierten Kapitalbedürftige basierend auf der Ethereum Blockchain einen ERC20-Token, eine Art Platzhalter für die echten Token, die dann „später“ kommen sollten. Dieser verfolgte – zumindest laut zugehörigem White Paper – einen Use Case, hatte also einen zugehörigen Nutzen innerhalb des Token-Ökosystems.

Die erfolgreicheren dieser Projekte kennen wir heute als (mehr oder weniger) etablierte Kryptowährungen in den Top 20 nach Bitcoin: Ethereum, EOS oder Cardano sind nur einige dieser Projekte. Doch spätestens mit dem Platzen der ICO-Blase ab Anfang 2018 galt das Modell als absteigender Ast für Investoren. Ihr Ruf wurde zunehmend schlechter, ihre Use Cases mit jedem neuen Token fragwürdiger.

Bitcoin-Kurs steigt wieder, IEOs bieten neue Investitionsmöglichkeiten

Während sich der Bitcoin-Kurs nun seit Beginn 2019 wieder zunehmend zu erholen scheint, kamen auch auf Investoren neue Möglichkeiten hinzu, ihr Kapital in neue Projekte zu stecken. Das neue Heilsversprechen im Bitcoin-Ökosystem: Initial Exchange Offerings. Ein solches folgt im Prinzip den selben Regeln wie ein Initial Coin Offering. Einer der Hauptunterschiede ist dabei, dass es auf einer bereits vorhandenen Bitcoin-Börse stattfindet. Damit sollen Investoren letztlich mehr Sicherheit für ein mögliches Investment suggeriert werden. Sobald ein Token bzw. neues Projekt auf einem Handelsplatz für Kryptowährungen gelistet ist. So die Idee, gibt es auch mehr Sicherheit für Investoren.


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In diesem Zusammenhang dürfte es auch kaum verwundern, dass IEOs dabei sind, ICOs komplett zu verdrängen. So fand BitMex im Rahmen einer Studie heraus, dass die Höhe von ICO-Einnahmen im ersten Quartal 2019 um gut 97 Prozent Richtung Keller gerasselt ist. Im konkurrierenden IEO-Sektor sollen es hingegen bereits 40 Millionen US-Dollar sein, die Investoren in die neue Anlageform gesteckt haben.

Trotz kürzlicher Querelen und Unsicherheiten in der technologischen Infrastruktur bleibt Binance bisher Spitzenreiter im Bereich der IEOs. Denn wie man der Studie weiter entnehmen kann, gehört die weltweit größte Bitcoin-Börse auch zu den größten Anbietern für Initial Exchange Offerings. Mit über 16 Millionen US-Dollar sammelten Herausgeber dort am meisten Kapital ein. Die weiteren Bitcoin-Börsen nach absteigendem IEO-Volumen: Huobi, Bittrex, Kucoin, OKEX, BitMax.

Die Autoren der Studie können indes keine Aussage über die Zukunft von Initial Exchange Offerings machen. Dennoch sehen sie für Langzeitinvestoren eher schlechte Chancen, müssten für die Fundierung solcher Aussagen jedoch noch weiterführende Studien durchführen. Diese scheinen, zumindest im Hinblick auf den aktuellen Bitcoin-Kurs, bei der Kryptowährung Nr. 1 deutlich besser beraten.

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