Google empfiehlt Bitcoin SHA-256 Verschlüsselung

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

Keys on a sheet with encrypted data

Quelle: © Cousin_Avi - Fotolia.com

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Google empfiehlt Unternehmen und Sicherheitsdienstleister die Verwendung des kryptographischen Hashes SHA-256; ein Hash-Algorithmus auf dem auch das Bitcoin Proof-of-Work (PoW) Netzwerk basiert.

Über die letzten Jahre hinweg haben verschiedenste Kryptographen immer wieder vor der Verwendung des SHA-1 Hash-Algorithmus gewarnt. SHA-1 war bis 2014 ein in der Industrie sehr beliebter und weit verbreiteter Algorithmus.


Das Google Entwickler- und Technikteam entdeckte die weltweit erste SHA-1-Kollision, die den Algorithmus effektiv für immer nutzlos macht. Mit der Kollision können Cyber-Kriminelle Malware in Websites oder Plattformen einfügen, die weiterhin auf der SHA-1 Verschlüsselung basieren.

Die meisten Webseiten haben sich bereits weit vor der Warnung seitens der Kryptographen von der SHA-1 Verschlüsselung verabschiedet und es ist in der Tat schwierig noch Webseiten zu finden, der Schutz auf SHA-1 basiert.

Für Google selbst ist der Kollisionsfund sicherlich ein klares Statement als innovationsträchtiges und führendes Unternehmen in Sachen Cybersicherheit. Ein solcher Kollisionsfund benötigt unvorstellbare Ressourcen und talentierte Mitarbeiter – Ressourcen die nur wenige Unternehmen bereit sind in einen Algorithmus zu investieren, der bereits seit Jahren als veraltet und riskant gilt.

Die Entdeckung der Kollision kostete Google satte 9 Quintillionen (9,223,372,036,854,775,808) SHA-1 Berechnungen – umgerechnet 6.500 Jahre CPU Berechnungen um die erste Phase der Attacke zu erreichen und 110 Jahre GPU Berechnung um die zweite Phase zu knacken. Der Fund ist ein Warnsignal an alle Unternehmen die noch dem alten Standard zum Schutz der Nutzerdaten vertrauen.

Google:

“Es war niemals dringender als heute sich von SHA-1 zu verabschieden und auf einen neuen kryptographischen Hash wie SHA-256 oder SHA-3 zu wechseln. Nach der Bekanntgabe von Google werden wir 90 Tage warten, bevor wir den Code freigeben, der es jedem ermöglicht ein Paar PDFs zu erzeugen, deren Inhalt zwar unterschiedlich ist, der SHA-1 Hash jedoch identisch ist”.

Um einen sicheren Standard zum Schutz der Nutzerdaten gewährleisten zu können, empfiehlt Google allen Unternehmen weltweit auf einen Hash-Algorithmus zu wechseln, auf dem auch das Bitcoin-Netzwerk seit Beginn basiert – dem SHA-256.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Joseph Young via Cointelegraph

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