Pump and Dump Game Over? Atari Token fällt um 70 Prozent wenige Tage nach Token Sale

Dana Hajek

von Dana Hajek

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dana Hajek

Dana absolviert ihr Masterstudium in Journalismus, Medien und Globalisierung an der City University in London. Sie ist überzeugt, dass Blockchains ein gewaltiges Nutzungs- und Transformationspotenzial aufweisen und in nur wenigen Jahren die Welt auf den Kopf stellen werden.

Atari Console

Quelle: Shutterstock

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Der Ausflug des Spieleentwicklers Atari ins Kryptoversum scheint nicht geglückt. Zahlreiche Pannen, Latenzzeiten und Nutzer-Beschwerden ließen den ATRI-Kurs binnen 36 Stunden nach dem Token Sale nach unten preschen.

Schon seit 2018 arbeitet der Videospielpionier Atari an einer dezentralisierten Plattform für alle möglichen Arten von Entertainmentangeboten, in denen die hauseigene Kryptowährung, der Atari Token, als Zahlungsmittel fungiert. Der öffentliche Verkaufsstart des Atari Tokens (ATRI) startete über ein Initial Exchange Offering (IEO) auf Bitcoin.com am 2. November. Der erste Ausflug in den Krypto-Space scheint dem bekannten Videospielentwickler jedoch nicht besonders geglückt. Binnen weniger Tage fiel der ATRI-Kurs um 70 Prozent. Aktuell wird er deutlich unter dem ursprünglichen Verkaufspreis und sogar unter dem in den Vorverkaufsrunden reduzierten Kurs gehandelt.

Ataris Token-Sale-Pannen


Einige Pannen hatten den Token Sale erheblich beeinträchtigt. Dazu gehörten zum einen die Probleme bei der Auftragsabwicklung, der mangelnden Gutschrift von Geldern auf die Konten und Auszahlungsverzögerungen von bis zu 16 Stunden. Ein Reddit-Nutzer schreibt:

Die Bestellungen gingen nicht ein und der Support reagierte nicht. Irgendwie wurden die Dinge geregelt und der CEO entschuldigte sich.

Bisher hat sich das Team hinter dem Atari Token zu den holprigen Abläufen nicht geäußert. Derweil erscheint auch der Twitter-Account des Anbieters in den letzten Tagen vergleichsweise ruhig.

Nutzer legen Beschwerde ein

User beschwerten sich über die misslichen Abläufe des Token Sales. Laut dem Reddit-Nutzer habe Atari angeblich den Presale-Käufern mitgeteilt, sie seien fünf Minuten vor der offiziellen Listung auf Bitcoin.com in der Lage, ihre Token an die Börse zu übertragen. Zum Zeitpunkt der Notierung hatte diese Option allerdings nicht funktioniert. Stattdessen fanden kurz nach der Listung Pump-and-Dump-Transaktionen öffentlicher Käufer und von Atari selbst statt, so der Nutzer.

Der Kurs steigt von 0,25 US-Dollar auf 0,92 US-Dollar und fällt dann wieder zurück auf 0,16 US-Dollar,

schreibt er. Als die Nutzer am 2. November gegen 15.00 Uhr (UTC) final alle auf ihre Token zugreifen konnten, befand sich der ATRI-Kurs somit bereits im Keller bei rund 0,04 US-Dollar. Dies entspricht einem Kursfall von 84 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Token Sale-Verkaufspreis von 0,25 US-Dollar.

Mangelnde Kommunikation

Obendrein hatte Atari zuvor auf Nutzer-Nachfragen zu den Abläufen des Token Sales nicht sonderlich kooperativ reagiert. So habe es einigen User entgegnet, man könne es ihnen „nicht recht machen”. Im Anschluss der zahlreichen Beschwerden habe Atari den Telegram-Channel so umgestellt, dass Nutzer nur eine Nachricht pro Stunde aufgeben konnten, so der Reddit-Nutzer. Zudem habe es für einige User 12 bis 13 Stunden gebraucht, bis sie ihre Token auf der Börse umtauschen konnten, schreibt der Reddit-Nutzer weiter. Bis dahin fiel der Kurs indes auf 0.02-0.03 US-Dollar.

Ich hatte Glück und machte einen kleinen Gewinn, indem ich verkaufte, sobald ich den Token erhielt, aber fast alle Vorverkaufskäufer erlitten Verluste,

schreibt der Nutzer.

Rabattverkäufe vor eigentlichem Token Sale

Hinzu kommt, dass der Atari Token schon zuvor in zwei Vorverkaufsrunden zu einem ermäßigten Kurs von 0.08 US-Dollar herausgegeben wurde. In der dritten Runde stieg der Verkaufspreis auf 0.16 US-Dollar an. Insgesamt erreichte der Token Sale je Runde die Höchstgrenze von einer Millionen US-Dollar.

Atari Token für Videospiele

Der Hersteller wurde bekannt durch Videospielklassiker (Pong, Asteroids, Missile Command) für Konsolen und Computer. Atari selbst wechselte öfter den Besitzer, gehört aber aktuell zu Atari Interactive, einer Tochtergesellschaft der französischen Atari SA. Mit dem Krypto-Projekt möchte das Unternehmen einen Token für die Videospielindustrie schaffen, der auf möglichst vielen Plattformen und damit für möglichst viele Nutzer verfügbar ist. Zudem möchte das Unternehmen die Reichweite des ATRI schrittweise auf andere Spiele und Anwendungen in der Videospielindustrie ausdehnen.

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