Experten erwarten Anstieg von Monero-Ransomware

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Quelle: The Monero Project

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Cyberexperten erwarten, dass Monero zur favorisierten digitalen Währung für die Erstellung und Distribution von Ransomware (Krypto- oder Erpressungstrojaner) wird.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Sven Wagenknecht

Cyberkriminelle und Hacker werden bald Bitcoin für Monero stehen lassen, sodass deren Erpressungsgelder in Monero, anstatt in Bitcoin gefordert werden. Grund für diesen Wechsel ist die zusätzliche Privatsphäre und Sicherheit, die Monero bietet.

Schließlich sind Bitcoin-Transaktionen bestenfalls pseudoanonym. Auch wenn extra Vorbeugungen zur Anonymisierung der Transaktionen genutzt werden (z.B. so genannte Coin Tumbling Services), ist es relativ einfach für die Strafverfolgungsbehörden größere Transaktionen über die Blockchain nach zu verfolgen. Bei Monero ist das nahezu unmöglich.

Durch die Nutzung von Ringsignaturen bei Monero-Netzwerkclubs werden mehrere Transaktionen in einzelne Blockchaineinträge gebündelt, sodass es schwierig ist die einzelne Transaktion zu identifizieren. Im Gegensatz dazu wird bei Bitcoin-Transaktionen jede einzelne Transaktion in der Blockchain individuell aufgezeichnet.

Ein Sicherheitsexperte von Webroot äußerte in einem kürzlichen Interview:

“Es ist deutlich einfacher die viel populärere Bitcoin-Währung zu akzeptieren und anschließend in Monero umzutauschen. Bislang akzeptieren nur Darknet-Dienstleister Monero, aber ich erwarte mit steigender Begeisterung einen Ausbau der Infrastruktur.”

Sein Kommentar korrespondiert mit der Verkündung von AlphaBay, einem Darknet-Marktplatz, der bereits Monero akzeptiert. Seit Anfang des Monats kann man bei AlphaBay Monero als Zahlungsoption wählen.

Noch wird der überwiegende Teil an Ransomware-Attacken an Bitcoin gekoppelt. Allerdings nimmt die Aufrüstung der Strafverfolgungsbehörden stark zu, da sie mit immer besseren Blockchain Analyse- und Trackingtools Bitcoin-Kriminelle verfolgen. Folglich ist ein Ausweichverhalten der Cyberkriminellen auf Monero nicht gerade unwahrscheinlich.

Auch wenn die Strafverfolgungsbehörden in letzter Zeit stark aufgeholt haben, so sind Cyberkriminelle oftmals einen Schritt voraus, wie Monero exemplarisch beweist. Entsprechend ist auch in Zukunft mit steigenden Ransomware-Attacken und sonstigen kriminellen Internetaktivitäten zu rechnen.

BTC-ECHO

Englische Originalversion von Gautham via NewsBtc

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