Europäische Kryptowährung: Banque de France testet 2020 digitalen Euro

Jutta Schwengsbier

von Jutta Schwengsbier

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Jutta Schwengsbier

Jutta Schwengsbier arbeitet seit rund 30 Jahren als Journalistin und berichtet aus vielen Ländern über Themen, die die Welt verändern. Auch beherrscht sie mehrere Programmiersprachen und ist im Zuge dessen auf die Blockchain-Technologie aufmerksam geworden.

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Quelle: Shutterstock

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Frankreich will als einer der ersten Staaten eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) einführen und damit auch Chinas geplanter Einführung einer digitalen Staatswährung Paroli bieten.

Der Gouverneur der Bank von Frankreich, François Villeroy de Galhau, hat angekündigt, im ersten Quartal 2020 einen digitalen Euro für Finanzinstitute zu testen. Das berichtete die französische Finanzpublikation Les Echos am 4. Dezember.


Laut Les Echos wollen französische Behörden dadurch das Finanzsystem effektiver gestalten und zudem der geplanten privaten Währung Libra von Facebook zuvorkommen. Durch das Krypto-Euro-Projekt wolle man vor allem auch die staatliche Souveränität im Währungsmarkt sichern.

Die Bank von Frankreich bestätigte die Nachricht auf Twitter und zitierte ihren Gouverneur François Villeroy de Galhau mit den Worten:

Wir müssen unseren Teil zu dieser Innovation beitragen, aber ernsthaft und methodisch.

Der französische Minister für Wirtschaft und Finanzen, Bruno Le Maire, gilt als einer der größten Kritiker einer von privaten Unternehmen kontrollierten digitalen Währung wie Libra. Frankreich versucht neben Ländern wie Deutschland, Italien, Spanien und den Niederlanden die Einführung von Libra zu verhindern oder zumindest zu erschweren.

Bereits im September hatte Le Maire gefordert, eine staatliche digitale Währung einzuführen. Europa dürfe dabei auch nicht hinter anderen Ländern zurückbleiben. Als Beispiel wurde China genannt, das sehr schnell Fortschritte mache bei seinem nationalen Kryptowährungsprojekt.

Frankreichs Zentralbank für digitalen Euro

Die geplante französische „Zentralbank für digitale Währungen“ will den digitalen Euro zunächst zwar nur im Interbankenhandel testen. Mit seinem Projekt ist Frankreich damit aber Vorreiter in Europa.

Privatpersonen können mit dem geplanten digitalen Euro vorerst nichts einkaufen. Eine allgemeine Einführung sei laut Zentralbankgouverneur François Villeroy de Galhau bislang noch viel zu kompliziert. Doch das langfristige Ziel scheint klar: Europa will seine Machtposition im aufziehenden Konflikt um das Zahlungssystem der Zukunft nicht verlieren.

Neben europäischen Staaten fürchtet auch China schon lange, seine Währungssouveränität durch Bitcoin, Libra & Co. zu verlieren.

Die chinesische Zentralbank PBoC treibt deshalb ihre eigene Digitalwährung als Alternative zu Kryptowährungen entschieden voran. Aber welche digitale Währung kann sich international als Zahlungsmittel der Wahl durchsetzen? Ein digitaler Währungskrieg ist vorerst nur ein Szenario in Planspielen von Militärstrategen.

Sollte die Dominanz des US-Dollar im internationalen Zahlungsverkehr irgendwann von einer oder mehreren digitalen Währungen abgelöst werden, werden auch die Karten im internationalen Machtpoker neu verteilt.

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