Nordkorea, Ethereum-Entwickler gibt Nordkorea Krypto-Nachhilfe

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Ethereum-Entwickler gibt Nordkorea Krypto-Nachhilfe

Der Ethereum Foundation Developer Virgil Griffith wurde an Thanksgiving am internationalen Flughafen in Los Angeles verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, bei einer Konferenz in Nordkorea Wissen über den Umgang mit Kryptowährungen zu illegalen Zwecken verbreitet zu haben. Nun sieht sich Griffith einer Beschwerde der US-amerikanischen Staatsanwaltschaft ausgesetzt.

Virgil Griffith arbeitete bis vor Kurzem für die Ethereum Foundation. Nun wurde Griffith an Thanksgiving am internationalen Flughafen in Los Angeles festgenommen. Er soll auf einer Konferenz in Nordkorea seine Expertise im Umgang mit den Kryptowährungen weitergegeben haben. Dabei, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, soll Griffith auch Tipps zur Umgehung von Sanktionen gegeben haben. In der jüngst dazu veröffentlichten Pressemitteilung vom 29. November heißt es:

Der stellvertretende Direktor der New Yorker Außenstelle des FBI gab heute die Entsiegelung einer Strafanzeige bekannt, in der VIRGIL GRIFFITH, ein Bürger der Vereinigten Staaten, wegen Verletzung des International Emergency Economic Powers Act („IEEPA“) bei einer Reise in die Demokratische Volksrepublik Korea angeklagt wird. Dort hat er eine Präsentation und technische Beratung über den Einsatz von Kryptowährungs- und Blockchain-Technologie zur Umgehung von Sanktionen abgegeben.

Griffith unternahm die Reise trotz Warnungen

Zunächst hatte Griffith die Teilnahme an der Pyongyang Blockchain and Cryptocurrency Conference in Nordkorea beantragt. Trotz ausbleibender Genehmigung reiste Griffith dann über China zu der Konferenz. S. Attorney Geoffrey S. Berman sagte:

Wie behauptet, hat Virgil Griffith Nordkorea hochtechnische Informationen zur Verfügung gestellt, in dem Wissen, dass diese Informationen verwendet werden könnten, um Nordkorea bei der Geldwäsche zu helfen und Sanktionen zu umgehen. Indem er dies tat, gefährdete Griffith die Sanktionen, die sowohl der Kongress als auch der Präsident verhängt haben, um maximalen Druck auf das gefährliche Regime Nordkoreas auszuüben.

Nach der Teilnahme am Kongress soll Griffith darüber hinaus auch mit der Ausarbeitung von Plänen begonnen haben, um den Austausch von Kryptowährungen zwischen Nordkorea und Südkorea zu erleichtern.

Ein Schlag gegen die nationale Sicherheit?


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FBI Assistant Director-in-Charge William F. Sweeney Jr. sagte:

Es gibt absichtliche Gründe, warum gegen Nordkorea Sanktionen verhängt wurden. Das Land und sein Führer stellen eine echte Bedrohung für unsere nationale Sicherheit und die unserer Verbündeten dar. Herr Griffith reiste angeblich ohne Erlaubnis der Bundesregierung nach Nordkorea. Was er tat, war gegen das Gesetz. Wir können nicht zulassen, dass sich jemand den Sanktionen entzieht, denn die Folgen, wenn Nordkorea Mittel, Technologie und Informationen erhält, um seinen Wunsch, Atomwaffen zu bauen, zu fördern, gefährden die Welt. Es ist noch unerhörter, dass ein US-Bürger angeblich beschlossen hat, unserem Gegner zu helfen.

Wir berichteten bereits von den Plänen Nordkoreas, eine eigene Kryptowährung auf den Markt zu bringen. Dabei geht es vor allem darum, unabhängig vom Finanzfluss der USA zu werden, um gänzliche Unabhängigkeit zu erlangen. Die Sanktionen der USA hätten dann keinen Einfluss mehr auf Nordkorea.

Welche Rolle spielt Nordkorea im Krypto-Ökosystem?

In der Vergangenheit gab es immer wieder Grund zur Annahme, dass Nordkorea sich den ein oder anderen digitalen Coin auf nicht ganz legalem Weg angeeignet hat. Des Öfteren soll Nordkorea sich durch Hackerangriffe auf Krypto-Börsen und anderen Plattformen bedient haben. Durch den Besitz von digitalen Währungen kann sich das Land vor allem von den US-Sanktionen gänzlich unabhängig machen.

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