Erste Bank tritt Bundesverband Blockchain bei: Volksbank Mittweida

Max Halder

von Max Halder

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Max Halder

Max Halder kaufte 2011 seinen ersten Bitcoin. Er studierte Chemie und Pharmakologie an der Universität Regensburg und graduierte 2016 mit einem Master of Science. Seither setzt er sich als Pädagoge und freiberuflicher Dozent in einer Suchtklinik und in Förderzentren für Aufklärung und Bildung ein.

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Volksbank Mittweida tritt Blockchain Bundesverband bei

Quelle: Shutterstock

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Nach den Pionierarbeiten der Volksbank Mittweida in puncto Geschäftskonto für ICO-Kunden gab die Regionalbank ihren Beitritt zum Bundesverband Blockchain bekannt. Damit ist die erste Bank auf der Mitgliederliste der Blockchainfreunde gelandet. Ein weiterer Schritt nach oben auf der Leiter der Mainstream-Adaption.

Längst hat sich Bitcoin & Blockchain vom Untergrundphänomen, das nur Nerds ein Begriff war, in ein Massenphänomen entwickelt. Das ist in Deutschland spätestens seit der Gründung des Bundesverband Blockchain im Juni 2017 auch auf institutioneller Ebene sichtbar. Der als Bundesblock auftretende Verein zählt inzwischen 80 Mitglieder, darunter der Ableger des Fraunhofer Instituts FraunhoferFOKUS, die Krypto-Bank Bitwala, die Kryptowährung Dash, die Deutsche Telekom, die Frankfurt School of Finance und die Kryptowährung IOTA. Wie aus einer Pressemitteilung vom 25. Juni hervorgeht, ist mit der Volksbank Mittweida eG die erste Bank dem Bundesblock beigetreten.

Blockchain-Schaufensterregion Mittweida

Die zukunftsorientierte Volksbank Mittweida eG sorgte erst im November 2018 für Aufsehen. Damals stand die Eröffnung von Geschäftskonten für ICOs im Fokus. Aufgrund von Unklarheiten in der Rechtssicherheit scheuen sich nach wie vor viele Banken davor, ICO-Unternehmen ein Geschäftskonto anzubieten. Nicht so die Volksbank Mittweida. Denn sie hat unter anderem Iconiq Lab und Unibright – beide Mitglied beim Bundesblock – ein solches Konto eröffnet. Damit hat die kleine Regionalbank die Straße geteert, auf der künftig auch andere Banken fahren können. Doch der Standort Mittweida in Sachsen ist damit bei weitem noch nicht erschöpft. So bewirbt das Bundesministerium für Bildung und Forschung die gesamte Region mit dem Dreiklang Blockchain Schaufensterregion Mittweida, zu derem Gelingen neben der Regionalbank auch die Hochschule und die Stadtverwaltung beiträgt. Demnach sollen „in den nächsten Jahren […] Pilot-Anwendungen für die Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar werden.“

Deutschland als Standort für Blockchain-Ökosystem

Der Bundesblock weist auf seiner Website 24 Arbeitsgruppen aus. Sie sind in Bereichen wie Cyber Security, Steuerrecht, Gesundheit, Verwaltung, Versicherung und Sharing Economy forschend tätig. Hierzu Thomas Otto von der Volksbank Mittweida eG:

Diese rechtliche und gesellschaftliche Anerkennung wird Deutschland als attraktiven Wirtschaftsstandort für das Blockchain-Ökosystem stärken.


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Eines der Projekte, die das in die Tat umsetzen wollen, soll der Inkubator „WerkBank“ werden – ein Ort für junge Unternehmer, die in Sachen digitale Technologien innovative Ideen haben und diese zur Marktreife bringen wollen. Damit scheint sich das kleine Städtchen im Osten Deutschlands stellvertretend für die gesamte Nation einen Namen machen zu können. Das dürfte auch ganz im Sinne des größer denkenden Bundesblocks sein, dessen Mission lautet:

Das Potential der Blockchain-Technologie kann sich nur dann entfalten, wenn Bürger ebenso wie private und öffentliche Einrichtungen sich mit der Technologie vernetzen und die Technologie selbst von Recht und Gesellschaft anerkannt wird.

Fazit

Nachdem Deutschland den Zug der Elektromobilität im Vergleich zu Japan und den USA verpasst hat, leistet der Bundesblock hier einen wichtigen Beitrag, um bei der bahnbrechenden Blockchain-Technologie am Ball zu bleiben. Es bleibt abzuwarten, ob und wann andere Banken, Unternehmen, Stadtverwaltungen und jeder einzelne Bundesbürger dieses Zeichen der Zeit richtig lesen werden. Hier geht es zur Homepage des Blockchain Bundesverbandes.


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