EOS-DEX: Wie dezentral ist Eosfinex?

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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EOS

Quelle: Shutterstock

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Nach einer viermonatigen Beta-Phase erblickt eine neue dezentrale Exchange das Licht der Welt. Die Eosfinex Exchange baut auf der EOSio-Technologie, einer Art Skalierungslösung für das EOS-Netzwerk, auf. Doch auch hier gilt: Nur weil DEX draufsteht, ist nicht zwangsläufig DEX drin.

Dezentrale Exchanges (DEX) sind in der Theorie eine feine Idee: Anstatt dass sich eine zentralisierte Börsenplattform um die Order-Aufträge der Investorinnen und Investoren kümmert, wird bei den dezentralen Pendants der Handel über eine Blockchain abgewickelt. Das hat mehrere Vorteile. Zum einen besitzen Anleger zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle über ihre Private Keys, sodass die Exchange kein Schindluder mit dem Krypto-Besitz der Anleger treiben kann. Dass dies ein durchaus ernstzunehmender Angriffsvektor ist, haben beispielsweise die Wirren rund um die kanadische Bitcoin-Börse QuadrigaCX gezeigt. Zum anderen bieten DEX – so die Theorie – die Möglichkeit, im Anonymen zu handeln. Meint die Börse es mit der Dezentralität wirklich ernst, ist kein KYC nötig, schließlich ist das Netzwerk als dezentrale Organisation juristisch kaum fassbar.

Eine DEX auf dem EOS-Protokoll

Wie aus einer Pressemitteilung, die BTC-ECHO vorliegt, hervorgeht, ist am gestrigen Dienstag, dem 30. Juli, eine neue DEX in den Ring gestiegen. Die Rede ist von der Eosfinex Exchange, die – der Name lässt es erahnen – auf der EOS Blockchain aufbaut. Nach einer viermonatigen Testphase dürfen Anleger seit gestern ihre Order auf der Plattform setzen. Dabei kommen Bitcoin-Hodler allerdings zu kurz. Denn bisher sind auf der Website genau vier Token aus dem EOS-Ökosystem handelbar: EOS, RAM, EOX und EMT.

Und hier wird es seltsam. Denn ein schneller Blick in den Coin-Almanach Coingecko verrät, dass drei der vier Token entweder als „inaktiv“ gelistet oder gar nicht erst auffindbar sind. Einzig der  Top-6-Coin EOS bringt es auf eine veritable Marktkapitalisierung, die ein Exchange Listing rechtfertigt. Entsprechend verwaist sieht sodann auch das Orderbuch aus, hier am Beispiel von RAM/USDT.


Zwar hatte Eosfinex vor geraumer Zeit angekündigt, auch das Bitcoin-Derivat tBTC, eine Art Stable Coin, der sich an den Wert von BTC koppelt, zu listen. Doch davon scheint die DEX weit entfernt zu sein.

Auch mit der Dezentralität scheint es nicht weit her zu sein.


Denn wie man obigem Screenshot aus den Nutzungsbedingungen entnehmen kann, sind Investorinnen und Investoren aus den USA, Kanada sowie der Schweiz vom Trading ausgeschlossen.


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