Corona-Kampf EOS Costa Rica: Mit Blockchain gegen Blutarmut

Dana Hajek

von Dana Hajek

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Dana Hajek

Dana absolviert ihr Masterstudium in Journalismus, Medien und Globalisierung an der City University in London. Sie ist überzeugt, dass Blockchains ein gewaltiges Nutzungs- und Transformationspotenzial aufweisen und in nur wenigen Jahren die Welt auf den Kopf stellen werden.

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Ärztin oder Krankenschwester, die chirurgische Handschuhe trägt, Schweinegrippe Bank trägt medizinische Gesichtsmaske.

Quelle: Shutterstock

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Im Kampf gegen die COVID-19 Pandemie setzt das südamerikanische Startup auf eine Gesundheitslösung im EOS-Netzwerk. Sie soll die Spenden-Prozesse umkrempeln und so gegen die globale Blutknappheit vorgehen.

Wie aus einer Pressemitteilung vom 30. Juli hervorgeht, hat das Blockchain-Start-up EOS Costa Rica hat im EOS-Netzwerk eine anreizbasierte Gesundheitslösung entwickelt. Das Open-Source-Abkommen wird als „Lifebank“ (deutsch: Lebensbank) bezeichnet und soll den weltweiten Engpass der Blutversorgung inmitten der Corona-Pandemie bekämpfen. Die Blockchain soll die Effizienz der Lieferkette verbessern und Spender automatisch belohnen.

Wie sich die Pandemie auf die Blutversorgung auswirkt

Der Grund hinter den Blut-Engpässen liegt hauptsächlich an dem Coronavirus. Denn das sorgte dafür, dass die Blutvorräte zur Neige gehen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Laut EOS Costa Rica hat das Rote Kreuz im März 2.700 Blutspendeaktionen abgesagt, was insgesamt dazu führte, dass 86.000 Blutspenden weniger herausgegeben wurde. Dies bedeutet einen Rückgang von 80 Prozent. Derweil wurden bis Juni rund 30.000 Blutspendeaktionen abgesagt – die noch verbleibenden Blutvorräte sinken stetig.

Die EOS Blockchain soll Leben retten

Daher setzt die EOS Costa Rica mit ihrer Lifebank-Anwendung auf die EOS.IO-Blockchain, um gegen den Mangel vorzugehen. Sie präsentierten jüngst ihre Gesundheitsanwendung für das prekäre Blut-Problem.


Mitgründer Edgar Fernandez erklärt in der Pressemitteilung:

Die Coronavirus-Pandemie deckte eine Reihe von Problembereichen in der Versorgungskette des Gesundheitswesens auf – einer davon sind Blutspenden. Um zu weiteren Spenden zu ermutigen, verbindet Lifebank Blutspender mit Spendezentren und lokalen Unternehmen und nutzt Smart Contracts, um die Zustimmung zwischen Spendezentren und Blutspendern zu erhalten. Diejenigen, die mit Hilfe von Lifebank Blut spenden, erhalten Token, die sie bei lokalen Unternehmen einlösen können.

Zwar basieren diese Token nicht auf Spenderdaten, enthalten allerdings Werteinheiten, die von Spendern verwendet werden beziehungsweise eingelöst werden können. Fernandez zufolge konnte EOS Costa Rica die Token so programmieren, dass jedes Spendenzentrum nur einen Token für jeweils einen Spender erstellen kann.

Die Blutspende als KYC

Da die Technologie generell Prozesse des Screenings und die Erfassung potenzieller Blutspende-Kandidaten vereinfachen soll, müssen sich Lifebank-Spender nur mit einem Kontonamen und einem Passwort auf der EOS.IO ein Konto einrichten. KYC entfällt, denn:

Da das Blut eines Benutzers beweist, dass er menschlich ist, gibt es keine zusätzlichen KYC-Anforderungen.

EOS Costa Rica ist nicht das einzige Beispiel, das sich die Blockchain–Technologie im Kampf gegen die Pandemie zu Nutze macht. Auch das Unternehmen Vottun entwickelt zusammen mit Oracle einen digitalen Gesundheitspass auf Blockchain-Basis. Mit diesem soll sich folglich die Immunität gegen das Coronavirus nachweisen lassen.


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