Ehemalige NSA-Beamtin: Nordkorea groß im Krypto-Geschäft

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Eine ehemalige hohe Beamtin des Geheimdienstes NSA beschreibt den Diebstahl und das Mining von Kryptowährungen durch Nordkorea. Das Land verfolge damit das Ziel, Sanktionen zu umgehen und sein Atomprogramm voranzutreiben. Doch wie viel konnte das Regime wirklich erbeuten?

Während die Krypto-Szene in den vergangenen Monaten eher durch Nachrichten aus dem südlichen Staat auf der koreanischen Halbinsel aus der Ruhe gebracht werden konnte, blickte der Rest der Welt vornehmlich auf dessen nördlichen Nachbarn. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und die Administration des US-Präsidenten Trump treiben die Konfrontation voran, während Nordkorea – trotz massiver Sanktionen seitens der USA und derer Verbündeten – in der Entwicklung seines Atomprogramms weitere Fortschritte erzielt.

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Jetzt erreicht jedoch auch der abgeschottete Staat Nordkorea langsam aber sicher die Krypto-Szene. Wie Priscilla Moriuchi, eine ehemalige Beamtin des US-amerikanischen Auslandsgeheimdienstes NSA, in einem Interview mit dem amerikanischen Magazin Vox zu Protokoll gab, umgeht das nordkoreanische Regime die westlichen Wirtschaftssanktionen seit geraumer Zeit durch das Mining und Stehlen von Bitcoin.

Insgesamt soll sich der Betrag der geminten und gestohlenen Bitcoin auf fast 11.000 belaufen. Demnach soll der Staat bereits bis zu 200 Millionen US-Dollar aus dem Tausch gegen Kryptowährungen eingenommen haben. Die Verfügbarkeit, Unabhängigkeit und Anonymität machen Kryptowährungen und den Handel mit diesen also zu einem lohnenswerten Geschäft für die Nordkoreaner.

„Dies macht Kryptowährungen zu einer perfekten Plattform für Länder wie Nordkorea, die von dem internationalen Finanzsystem zu Beginn ziemlich isoliert sind, um diese neue Form des Handels zu nutzen, die weit außerhalb der regulierenden Kontrolle der Länder existiert“,

erklärt die ehemalige NSA-Beamtin dazu.

Ein Teil des durch Mining und Krypto-Diebstahl erbeuteten Geldes, so ist sich Moriuchi sicher, wird auch zur Finanzierung des nordkoreanischen Atomprogramms verwendet, welches die Existenz der USA und dessen ostasiatischen Verbündeten bedrohen soll. Jedoch stellt sie auch klar, dass die in Krypto gewonnene Summe nicht im Ansatz ausreiche, das Programm vollständig zu finanzieren, geschweige denn die Wirtschaftssanktionen komplett auszugleichen.

Bereits im vergangenen Jahr berichteten wir von wiederholten Hackerangriffen Nordkoreas auf seinen südlichen Nachbarn, bei denen ebenfalls Kryptowährungen entwendet werden konnten. Auch damals hatte es Spekulationen gegeben, das Regime wolle Sanktionen umgehen und die Forschung am Atomprogramm weiter vorantreiben.

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