Deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau testet Blockchain in Burkina Faso
Blockchain, Deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau testet Blockchain in Burkina Faso

Quelle: KfW; Copyright: KfW-Bildarchiv / Heinrich Völkel, OSTKREUZ

Deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau testet Blockchain in Burkina Faso

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) möchte in Zukunft verstärkt auf die Blockchain-Technologie setzen. Dabei sollen ihr die Blockchain-Expertise von Accenture und das Business-Know-how von BearingPoint helfen. In Burkina Faso beginnt nun ein sechsmonatiges Pilotprojekt.

Wie die deutsche Entwicklungsbank KfW am 18. Dezember bekannt gegeben hat, sind im Jahr 2017 rund 9,7 Milliarden Euro in die Unterstützung von Projekten in Entwicklungs- und Schwellenländern geflossen. In Zukunft möchte sich die Bank auch nachhaltig im Blockchain-Sektor engagieren. Die KfW plant daher eine Blockchain-Applikation, welche die Kontrolle öffentlicher Mittel und Transparenz zu Gunsten aller Beteiligten ermöglichen soll. Dabei helfen sollen ihr Partner mit Blockchain-Expertise, unter anderem Accenture und BearingPoint.

Die Beratenden: Accenture und BearingPoint

Bei Accenture handelt es sich um ein weltweit agierendes Dienstleistungsunternehmen, tätig in über 120 Ländern. Dabei unterstützt werden unter anderem Services und Lösungen in den Bereichen Strategie, Consulting, Digital, Technologie und Operations. BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung und agiert in drei Bereichen: Consulting, Solutions und Ventures. Consulting umfasst dabei das klassische Beratungsgeschäft, Solutions fokussiert sich auf eigene technische Lösungen in den Bereichen Digital Transformation, während Ventures die Finanzierung und Entwicklung von Start-ups vorantreibt.

Blockchain als Best Practice

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) beginnt nun eine sechsmonatige Pilotphase. Die Akteure wollen das Potential der Technologie im Management öffentlicher Finanzen in Burkina Faso ausloten. Dabei soll die von der KfW entwickelte Software TruBudget sämtliche Arbeits- und Genehmigungsschritte nachvollziehbar abbilden. Darunter fallen unter anderem die Vertragsgestaltung sowie die Ausschreibungs- und Auszahlungsprozesse bei der Durchführung eines Projektes zum Beispiel im Bereich der Wasserversorgung.


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Die Plattform macht es allen Beteiligten möglich, sämtliche Vorgänge und Änderungen in Echtzeit einzusehen. Aufwändige Prozesse zur Sicherstellung einer korrekten Mittelverwendung können damit zukünftig entfallen. Bisher reagieren Geldgeber auf potentielle Risiken durch das Aufsetzen paralleler Strukturen. Dieses Vorgehen erhöht jedoch die damit verbundenen Transaktionskosten für beide Seiten. Prof. Dr. Joachim Nagel (Foto), Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe, ist der Meinung, dass eine eigenständige Entwicklung eines Landes besser möglich ist, wenn Investitionen über den eigenen Haushalt umgesetzt werden statt über Projektbudgets der Geber. Mit TruBudget will die KfW daher eine Transparenz zu Gunsten aller Beteiligten schaffen, welche es den Gebern ermöglicht, einen sicheren Mitteleinsatz direkt über die Strukturen des Partnerlandes abzuwickeln.

Die eingesetzte Software wurde nach dem Open-Source-Prinzip entwickelt und wird dadurch Partnern kostenfrei zur Verfügung stehen. Alexander Schmid, Partner bei BearingPoint, und Karsten Ebersbach, Geschäftsführer bei Accenture, sind der Ansicht, dass das gemeinsame Projekt mit der KfW sich als Best Practice für weitere afrikanische Staaten eignet und die Implementierung die dringend benötigte Transparenz in der Verwaltung schafft.

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