Delisting: Coincheck nimmt Monero, Dash und ZCash aus dem Angebot

Fabian Kaul

von Fabian Kaul

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Fabian Kaul

Fabian Kaul hat Neuere Deutsche Literatur in Göttingen studiert. Seit März 2018 schreibt er als freier Redakteur für BTC-ECHO. Sein Hauptinteresse gilt den Chancen und Risiken, die sich aus dem Themenkomplex Blockchains und Kryptowährungen für die Gesellschaft ergeben.

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Als Reaktion auf die gestohlenen NEM unterbindet Coincheck den Handel mit Monero, Dash und ZCash auf der Plattform. Wer Coincheck gehackt hat und wo die gestohlenen NEM abgeblieben sind, ist bis heute nicht geklärt. Das Delisting soll zukünftig verhindern, dass Hacker ihre Spuren verwischen können.

Nach dem Diebstahl von NEM im Gegenwert von etwa 430 Millionen Euro am 26. Januar musste sich Coincheck bereits vor der japanischen Finanzaufsicht (FSA) erklären. Zwar konnte man die bestohlenen Nutzer aus eigenen Mitteln entschädigen, Coincheck wartet aber immer noch darauf, dass die FSA sie offiziell als Krypto-Handelsplattform bestätigt. Die FSA kritisiert, dass Coincheck über kein funktionierendes System zur Abwehr von Geldwäsche und der Finanzierung von Terrorismus verfüge. Die Ankündigung von Coincheck, Monero, Dash und ZCash von der Plattform zu entfernen, ist eine Reaktion auf die Forderungen der FSA. Den Nutzern der Plattform bietet Coincheck an, die genannten Währungen zu einem Festpreis zurückzukaufen.

Wo sind die gestohlenen NEM?

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Ein Teil der entwendeten Coins konnte man inzwischen aufspüren. 24 Millionen NEM seien auf der japanischen Börse Zaif aufgetaucht, ein weiterer Teil sei an eine kanadische Handelsbörse gesendet worden. Außerdem wurden NEM angeblich im Darknet in andere Währungen getauscht.

Obwohl man also ein Teil der gestohlenen NEM nachverfolgen konnte, bleiben die Hacker weiter anonym. Dazu tragen mutmaßlich auch die von Coincheck nicht weiter unterstützten Kryptowährungen Monero, Dash und ZCash bei. Bewegungen dieser Währungen sind, sofern gewisse Einstellungen vorgenommen wurden, nicht nachverfolgbar.

Das Entfernen der genannten Währungen von der Plattform Coincheck dürfte zunächst dennoch eher Symbolpolitik sein. Gerade für Kriminelle, aber auch für Gegner von Regulierungen und für Fans freier Märkte bleiben anonyme Währungen interessant. Solange andere Plattformen diese noch unterstützen, können Monero, Dash und ZCash weiterhin auch für Geldwäsche genutzt werden. Ein Statement in Richtung Regulierung setzen Coincheck und die FSA damit trotzdem.

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