CSD Working Group kündigt Blockchain-Wahlsystem an

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Quelle: Blockchain online voting concept. Stock vector illustration of new computer technology for elections. via shutterstock

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Die CSD Working Group on DLT besteht aus mehreren Wertpapiersammelbanken (CSD=Central Security Depository), die sich auf die Verwendung der Distributed Ledger Technology (DLT), oder auch Blockchain-Technologie, geeinigt hat, um ein Wahlsystem für Shareholder-Versammlungen zu entwickeln.

Die Vereinigung, bestehend aus Vertretern des National Settlement Depository (Russland), Strate (Südafrika), SIX Securities Services (Schweiz), Nasdaq (hauptsäschlich USA) und dem Depósito Central de Valores (Chile) ist ein Zusammenschluss internationaler Gesellschaften, die sich in ihren jeweiligen Ländern um die Verwahrung und Übertragung von Wertpapieren in Wertpapierdepots kümmert.

Warum ist das Wahlsystem der Zentralverwahrer so kompliziert?

Die Wertpapiersammelbanken, oder auch Zentralverwahrer, agieren als zentrale Depotbank für mehrere Kreditinstitute. Sie sind somit für unternehmensübergreifenden Wertpapierhandel verantwortlich. Wenn sich also Hans Otto an der Börse eine Aktie kauft, übermittelt die Börse die Daten zum Verkauf (der zusätzlich noch über eine Bank läuft) an den zuständigen Zentralverwahrer. Dieser belastet Hans Ottos Konto mit den Gebühren und schreibt ihm das Wertpapier gut. Im Stammdatensatz des Zentralverwahrers wird Hans Otto das Wertpapier zugeschrieben und die Banken bekommen eine Bestätigung. Das Wertpapier selbst bleibt beim Zentralverwahrer und jeder bekommt ein (unterschiedlich großes) Stück vom Kuchen.

Wenn sich dann mehrere dieser Zentralverwahrer zu einer Vereinigung zusammenschließen, liegt es auf der Hand, dass der Verwaltungsaufwand ein extrem hoher ist. Vor allem, wenn diese dann noch versuchen, zu bestimmten Themen einen Konsens zu finden. Allein, dass einzelne Personen unterschiedlich große Unternehmen vertreten, kann bei Abstimmungen zu Komplikationen führen. Zur Lösung dieser Schwierigkeiten hat die CSD Working Group on DLT verkündet, dass sie die technischen Rahmenbedingungen für ein Proxy-Wahlsystem für Shareholder-Versammlungen abgesteckt haben. Die Verwendung der Blockchain-Technologie soll die Arbeitsschritte vereinfachen beziehungsweise automatisieren.

Blockchain soll Wahlsystem optimieren

“Strate hat sich schon immer für die Kollaboration der verschiedenen Akteure und Experten zu einer erfolgreichen Implementierung der industrieweiten Projekte ausgesprochen. Sie bedeuten immer einen Mehrwert für die Märkte. Die Distributed-Ledger-Technologie hat nun die Türen zu einer neuen Welt der Kommunikation von Menschen geöffnet. Wir sind froh, ein Teil dieser Reise zu sein, mit der wir Geschichte schreiben können. Zusammen mit den anderen Mitgliedern werden wir die Vorteile dieser Technologie nutzen, um die Finanzmärkte zu verbessern”,

meint Monica Singer, CEO von Strate.


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Die CSD Working Group on DLT will ein Wahlsystem entwickeln, welches sowohl sicher als auch transparent ist. Das System würde den Mitgliedern automatisiert Wahlprivilegien zugestehen oder aberkennen. Diese hängen davon ab, welche Wahlrechte den Mitgliedern in den jeweiligen Organisationen zustehen. Vertreter von kleineren Interessensgruppen hätten dahingehend weniger Rechte als die von größeren Interessensgruppen.

Wahlsystem mit Token

Das Wahlsystem soll auf der Verteilung von Token basieren. Je nach Verteilung der Wahlrechte erhalten die Teilnehmer vom System unterschiedlich viele Token, mit denen sie dann abstimmen können. Zeitaufwändige Arbeitsschritte, wie das Identifizieren und Authentifizieren der Teilnehmer so wie ihre Koordination soll schließlich auch vom System übernommen werden.

Die Details wurden bei einem Workshop veröffentlicht, bei dem unter anderem IBM Hyperledger und SWIFT vertreten waren. SWIFT kümmerte sich darum, dass die Entwicklung den ISO 20022 Standards entsprachen. Die Ausrichtung am ISO 20022 Standard soll es ermöglichen, dass das Endprodukt in vielen verschiedenen Bereichen angewandt werden kann.

“Eine der Hauptzuständigkeitsbereiche der National Settlement Depository als systematisch wichtige Infrastruktur ist es, einheitliche Standards zu schaffen, die es erlauben, neue digitale Produkte in internationale und russische Märkte zu implementieren. Zusammen mit unseren Partnern haben wir es geschafft, eine gute Arbeitsatmosphäre zu schaffen, um darin neue Services zu entwickeln und vor allem die Kosten für unsere Kunden zu senken”,

sagt Eddie Astanin, Vorsitzender von NSD.

Das Involvieren weiterer global Player ist geplant. Laut dem Arbeitsentwurf will man in Zukunft vor allem weitere international tätige Organisationen für die Mitwirkung am Projekt gewinnen. Dazu will man den ISO-Standard weiter ausbauen und damit Lösungen entwickeln, die auch über Ländergrenzen hinweg funktionieren.

Die Idee, Stimmverteilung und -auszählung über die Blockchain zu organisieren, ist auch anderweitig denkbar. So hat BTC-ECHO die Verwendung der Technologie für die Bundestagswahl vorgeschlagen.

BTC-ECHO


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