CryptoKitties: Was steckt hinter dem neuen Hype?

Virtuelle Katzen auf der Blockchain: Diese Anwendung erfreut sich zur Zeit einer ungemeinen Beliebtheit und zählt somit zu dem momentan am schnellsten wachsenden Phänomenen im Krypto-Bereich. Doch was macht die CryptoKitties so besonders? Wir schauen uns einmal genauer an, was dahinter steckt.



Sie erinnern an eine Mischung aus den Sammelkarten Pokemon und der Computerspiel-Simulation Sims: CryptoKitties. Diese virtuellen digitalen Kätzchen sind die Protagonisten des auf der Ethereum-Blockchain aufgebauten gleichnamigen Spieles. Es handelt sich dabei um eines der weltweit ersten Spiele, die mit der Hilfe einer Blockchain laufen, und findet sich somit in einer Art Pionierrolle wieder.

Das Prinzip dahinter ist denkbar einfach. So kann man CryptoKitties auf einer eigens dafür kreierten Online-Plattform kaufen und beliebig wieder verkaufen. Die getätigten Transaktionen der CryptoKitties werden auf der Blockchain vermerkt, sodass der Besitzer zu jeder Zeit festgestellt werden kann. Jedes Kätzchen ist dabei einzigartig konzipiert und befindet sich zu 100 % im Besitz eines Nutzers.

Der Clou liegt jedoch in der kreativen Art, wie der Wertsteigerungsmechanismus der CryptoKitties funktioniert. So sind die Kätzchen allesamt paarungsfähig und -willig und eignen sich daher auch gut zum Züchten neuer CryptoKitties. Besitzt man zwei oder mehrere dieser Geschöpfe, kann man also stetig Nachwuchs produzieren. Diese neuen CryptoKitties sind – wie ihre Eltern – genetisch einzigartig und gehören von da an ebenfalls dem Besitzer.

Die Anwendung CryptoKitties stellt eine neue Art der Token-Nutzung einer Blockchain dar. Im Gegensatz zu Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether handelt es sich bei den CryptoKitties also vielmehr um Krypto-Sammelobjekte, die untereinander gehandelt und getauscht werden können.

In der ersten Woche erfreut sich das Spiel bereits großer Beliebtheit. So beträgt die Marktkapitalisierung aktuell rund 2,7 Millionen US-Dollar, wobei die einzelnen Preise pro CryptoKittie – im Gegensatz zu Kryptowährungen – stark variieren. So ist das Genesis-Kätzchen mit etwa 247 Ether (ca. 117.000 US-Dollar) nach wie vor das am teuersten Gehandelte, während der Marktwert der meisten Neugeborenen bei umgerechnet etwa einem halben US-Dollar liegen.

Sind die süßen Kätzchen also eine Anwendung, die man sich für die Zukunft merken sollte? Das Prinzip dahinter ist zumindest interessant und könnte fallbezogen mit Sicherheit eine hilfreiche Ergänzung für Kryptowährungen darstellen. Inwiefern Krypto-Objekte außerhalb ihrer Rolle innerhalb eines Spieles Verwendung finden werden, bleibt jedoch abzuwarten.

BTC-ECHO

Über Tobias Schmidt

Tobias SchmidtTobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Studium hat er im Fach Politik und Wirtschaft an der Universität Münster mit dem Bachelor abgeschlossen und war während seines Studiums zudem am Lehrstuhl als studentische Hilfskraft tätig. Darüber hinaus sammelte er berufliche Erfahrungen in der parlamentarischen Arbeit und in der strategischen Kommunikation, bevor er in das journalistische Fach wechselte. Seit 2017 widmet er sich der Blockchain-Technologie, wobei er sich insbesondere auf die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fokussiert.

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