NCOV CoronaCoin geht über Leichen

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Der CoronaCoin versucht, aus der Pandemie Profit zu schlagen. Obwohl vieles für die Diagnose „Shitcoin“ spricht, scheint es bald eine erste dApp für den NCOV-Token geben.

Das CoronaCoin-Projekt will die Coronavirus-Pandemie auf der Blockchain abbilden. Dafür wurden zunächst 7.604.953.650 Einheiten der „Kryptowährung“ erstellt – ein Token pro Mensch. Alle 48 Stunden verringert sich der Gesamt-Supply: Für jeden neuen Coronavirus-Infizierten wird ein Token vernichtet. Es können keine weiteren CoronaCoins erschaffen werden. Die deflationäre Angebotsstruktur soll den CoronaCoin, der unter dem Kürzel NCOV an einigen dezentralen Bitcoin-Börsen gelistet ist, mit der Zeit wertvoller machen. Somit sollte der CoronaCoin-Kurs damit von einer weiteren Verbreitung des Coronavirus profitieren – wenn es eine Nachfrage geben würde. Das sehr knapp gehaltene „White Paper“ gibt dem CoronaCoin indes einen aufklärerischen Anstrich:

Indem es die Informationen über die Anzahl der Infektionen und Todesfälle auf die Blockchain setzt, ermöglicht es diesen Daten, unzensiert in autoritäre Länder zu gelangen (z. B. Chinas Great Firewall). Dies ermöglicht es den Menschen, die wahren Auswirkungen des Virus zu verstehen und sich auf mögliche Situationen entsprechend vorzubereiten.

Laut White Paper sei das CoronaCoin-Team derzeit mit der Entwicklung von dezentralen Anwendungen (dApps) für NVOC beschäftigt. Auch von einem „pädagogischen Strategiespiel“ mit NCOV-Bezug ist die Rede.

CoronaCoin: Erste dApp am Horizont

Was man sich darunter vorstellen kann, hat einer der CoronaCoin-Entwickler dem Krypto-Nachrichtenportal Decrypt verraten:

Wir dachten, was wäre, wenn wir den Spielern erlauben könnten, ihren eigenen Virus statt Katzen zu entwickeln,


sagte der pseudonyme Programmierer Kemp unter Bezug auf die einst gehypte dApp CryptoKitties. Bei dem Spiel „Plague ETH“ geht es um die Entwicklung und Verbreitung von Viren. Es soll ein rundenbasiertes Multiplayer-Spiel werden, bei dem Spieler versuchen, eine Pandemie auszulösen. Das pädagogische Element bestehe in der Vermittlung von Grundlagenkenntnissen zur Verbreitung von Viren:

Die Infektionsrate und der Schweregrad des Virus hängen davon ab, wie man das Virus konstruiert. Wenn man also ein Virus hat, das sich bei kaltem Wetter nicht gut ausbreitet, und man das Spiel in Schweden beginnt, kommt man nicht sehr weit,

so Kemp gegenüber Decrypt. Die dApp solle in zwei bis drei Wochen als Beta-Version kommen.


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