Optionsscheine CME-Börse eröffnet Handel mit Bitcoin-Optionen

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Bitcoin erreicht den börslichen Handel. Künftig können Investoren an der CME-Börse Bitcoin-Optionsscheine handeln, die ihren Basiswert aus Futures beziehen. Dies könnte das riskante Wettgeschäft auf sinkende Bitcoin-Kurse beflügeln und zu einer hohen Volatilität der Kryptowährung führen.

Ab heute, dem 13. Januar, können neben Futures auch Optionen auf Bitcoin an der Terminbörse Chicago Mercantile Exchange (CME) gehandelt werden. Somit lockt das Wettgeschäft auf die Kursbewegungen von Bitcoin auch institutionelle und professionelle Anleger. Doch laut Bankenriese JPMorgan hängt ein Damoklesschwert über dem Bitcoin-Kurs.

Nachfrage an Bitcoin Futures steigt


Nachdem die Handelsplattform Bakkt Optionsscheine auf Bitcoin bereits im Dezember eingeführt hat, folgt mit der CME nun eine der größten Terminbörsen der Welt. Künftig steht Investoren der Handel mit Bitcoin-Optionen, denen Futures als Basiswert zugrunde liegen, an der Börse offen. Für einen nennenswerten Anstieg des Handelsvolumens müssen jedoch erst noch größere Summen in das neue Derivat bewegt werden.

Das Handelsvolumen der Futures steigt hingegen bereits merklich. Nikolaos Panigirtzoglou, Managing Director Global Market Strategy bei JPMorgan, erklärte in einer Mitteilung gegenüber Bloomberg:

Es gab in den letzten Tagen einen schrittweisen Anstieg der Aktivität des zugrundeliegenden CME-Futures-Kontrakts. Diese ungewöhnlich starke Aktivität in den letzten Tagen dürfte die hohe Erwartungshaltung der Marktteilnehmer an den Optionskontrakten widerspiegeln.

Wert-Diskrepanz

Einem Bericht von JPMorgan entsprechend, der Bloomberg vorliegt, bestehe ein Ungleichgewicht zwischen dem intrinsischen Wert und dem Marktpreis von Bitcoin. Bei der Berechnung des intrinsischen Wertes von Bitcoin wird die Kryptowährung als Rohstoff behandelt und die Kosten der Produktion einschließlich eingesetzter Rechenleistung und Stromkosten eingepreist. Obwohl der intrinsische Wert von Bitcoin zwar insgesamt leicht gestiegen sei, liege er dennoch unter dem gehandelten Marktpreis. Der Kalkulation nach besteht somit die Gefahr eines Wertverlustes von Bitcoin, wenn sich der Marktpreis dem intrinsischen Wert angleicht. Dahingehend erklärte Panigirtzoglou:

Der Marktpreis ist seit seinem Höchststand um fast 40 Prozent gesunken, während der intrinsische Wert um etwa 10 Prozent gestiegen ist. Die Lücke hat sich noch nicht vollständig geschlossen, was darauf hindeutet, dass ein gewisses Abwärtsrisiko bestehen bleibt.

Die Diskrepanz zwischen Marktpreis und intrinsischem Wert lässt sich der folgenden Grafik entnehmen:

Neben dem intrinsischen Wert akkumuliert sich der Kurs der Kryptowährung aber vor allem durch seinen extrinsischen Wert. Dieser errechnet sich durch den zugeschriebenen Wert, der sich aus Angebot und Nachfrage ergibt. Ist das Angebot begrenzt und steigt die Nachfrage, steigt im Umkehrschluss auch der Wert.

So führt das bevorstehende Halving im Mai dieses Jahres zu einem Anstieg des Stock-to-Flow-Verhältnisses, was zu einer Kurssteigerung führen könnte. Das Halving halbiert die Bitcoin-Belohnung für Miner. Letztlich verknappt sich dadurch das Angebot an neuen Bitcoin, was bei einer gleichbleibenden oder steigenden Nachfrage zu einem Anstieg des Bitcoin-Kurses führt. Dies haben die vorherigen Halvings jeweils unter Beweis gestellt.

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