Branchenweite Umfrage Chancen oder Risiken? Experten sind bei Kryptowährungen uneins

Christian Stede

von Christian Stede

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Christian Stede

Christian ist freiberuflicher Journalist. Er ist davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie ein noch ungeahntes Umweltschutz- und Nachhaltigkeitspotenzial bietet.

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Eine neue Umfrage von RUSI und ACAMS zeigt, wie sehr die Meinungen von Fachleuten aus der Krypto-Branche und Angehörigen von Finanzinstituten und Regierungen auseinandergehen.

Ein britischer Think Tank hat eine branchenweite Umfrage in Bezug auf Risiken von Kryptowährungen vorgenommen. Befragt wurden insgesamt 566 Experten aus dem traditionellen Finanz- und Krypto-Ökosystem. Dazu zählen auch Finanzregulierungsbehörden und Finanzfahndungsstellen. Wie erwartet, gehen die Meinungen je nach Branchenzugehörigkeit stark auseinander. Von den Befragten stammen 32 Prozent aus Nordamerika, 23 Prozent aus Europa und 22 Prozent aus Asien. 49 Prozent sind Mitarbeiter von Finanzinstituten, 24 Prozent Regierungsangehörige und 10 Prozent direkt in der Krypto-Branche aktiv. 


Weniger als die Hälfte der Befragten (45 Prozent) stimmt demnach zu, dass Kryptowährungen als gesetzliches Zahlungsmittel betrachtet werden sollten. Bei den in der Krypto-Branche Beschäftigten sind jedoch drei Viertel (76 Prozent) dieser Meinung. Noch größer ist der Unterschied, wenn es um finanzielle Inklusion geht. 89 Prozent aus der Krypto-Ökonomie stimmen hier zu, bei Finanzinstituten (42 Prozent) und Regierungen (47 Prozent) sind es wieder nur weniger als die Hälfte. 

Erhellend ist auch das Umfrageergebnis hinsichtlich der Verwendung von Kryptowährungen. Alle Befragten denken, dass Kryptowährung hauptsächlich für Investitionen verwendet wird. Aber bei denjenigen, die nicht in der Kryptowährungsbranche arbeiten, ist der Verdacht, dass Kryptowährungen hauptsächlich für illegale Zwecke zum Einsatz kommen, deutlich stärker ausgeprägt. Diese Meinung vertreten 35 Prozent der Mitarbeiter von Finanzinstituten. Von den Angehörigen der Krypto-Branche glauben dies nur verschwindend geringe zwei Prozent.

Kryptowährungen: Chancen und Risiken

Auf die Frage, ob sie die Verwendung von Kryptowährungen als Risiko oder Chance bewerten, sieht die Kryptowährungsbranche die Kryptowährung im Vergleich zu anderen Sektoren weiterhin auf dem Vormarsch. Mehr als drei Viertel (80%) der Befragten aus der Kryptowährungsbranche betrachtet die Verwendung von Kryptowährung als eine Chance. Derselben Meinung sind nur ein Fünftel der Befragten aus anderen Sektoren (19 Prozent bei Finanzinstituten, 23 Prozent bei Regierungen und 20 Prozent im privaten Sektor). Noch alarmierender ist, dass diese Sektoren die Kryptowährung überwiegend als ein Risiko betrachten. Das glauben 63 Prozent der bei Finanzinstituten und 56 Prozent der bei Regierungen Befragten. Weitestgehend einig sind sich die Befragten, wenn es um das Risiko von Finanzkriminalität geht. 58 Prozent meinen, dass die Krypto-Branche die Risiken am besten einzuschätzen weiß. Politiker (11 Prozent) und der Teil der Öffentlichkeit, der keine Kryptowährungen besitzt (5 Prozent), schneiden deutlich schlechter ab.


Auftraggeber der Umfrage ist das Royal United Services Institute for Defence and Security Studies (RUSI) gemeinsam mit ACAMS, einem führenden Anbieter von Workforce-Lösungen mit Hauptsitz in den Vereinigten Staaten.


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