CFTC, CFTC erkennt Ether (ETH) als Handelsgut an

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CFTC erkennt Ether (ETH) als Handelsgut an

Kryptowährungen gelangen zunehemend in den Fokus der Politik. Schließlich gilt es hier, zahlreiche rechtliche und regulatorische Fragen zu klären. Zumindest in Bezug auf Ether und das Ethereum-Netzwerk sind sich die Behörden in den USA nun einig. Ether gilt demnach als Ware und nicht als Wertpapier.

Die US-amerikanische Finanzaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat eine Entscheidung über den rechtlichen Status von Ethereum und Ether gefällt. Heath Tarbert, der neue Vorsitzende der CFTC, gab bekannt, dass die Behörde Ether als Handelsgut (Commodity) und nicht als ein Wertpapier (Security) einstuft.

Tarbert verkündete die Einschätzung seiner Behörde anlässlich der Veranstaltung All Markets Summit am 10. Oktober in New York. Das Urteil der CFTC zu Ether entspricht dabei der Auffassung ihrer Schwesternbehörde, der Securities and Exchange Commission (SEC). Auch diese gelangte zu dem Schluss, dass Ether und Bitcoin keine Wertpapiere sind. Die beiden größten Kryptowährungen fallen somit unter den rechtlichen Zuständigkeitsbereich der CFTC. Tarbert geht zudem davon aus, dass Ether Futures in den USA schon bald auf den Markt gelangen könnten.

CFTC-Vorsitz äußert sich auch zu Initial Coin Offerings

Im weiteren Verlauf des Gesprächs äußerte sich Tarbert auch zu anderen Kryptowährungen. Der Vorsitzende der CFTC sprach sich für eine gleichartige Behandlung von ähnlichen Assets aus, etwaigen Uneindeutigkeiten des Marktes zum Trotz. Bei der Einschätzung, ob etwas als Ware beziehungsweise Handelsgut oder als Wertpapier einzustufen sei, gehe es demnach um folgende fundamentale Frage:

Ist das etwas, das für die Kapitalbeschaffung verwendet wird, und investieren Sie in ein Unternehmen oder kaufen Sie etwas, das an und für sich einen greifbaren Wert birgt?

Als Handelsgut gilt somit alles, was „an sich“ Wert besitzt und folglich als Wertspeicher Verwendung findet. Eine derartige Einschätzung hat auch Konsequenzen für Token aus Initial Coin Offerings (ICOs). Tarbert meint, dass diese zunächst als Wertpapiere anzusehen seien, schließlich sei Kapitalbeschaffung das primäre Motiv hinter ICOs. Im Verlauf der Zeit könnten derartige Token ihren Status allerdings durchaus ändern. Sie könnten sich zum Wertspeicher und damit zu einem Handelsgut entwickeln.

Regulierungsbehörden widmen sich verstärkt Hard Forks


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Ferner äußerte sich der CFTC-Vorsitzende auch zum rechtlichen Status von Hard Forks. Kryptowährungen wie etwa Bitcoin Cash (BCH) und Ethereum Classic (ETC), die durch Abspaltung von der ursprünglichen Blockchain entstanden sind, müssten für ihn in regulatorischer Hinsicht im Normalfall gleich behandelt werden wie die ihnen entsprechenden Originale.

Tarberts Aussagen kamen nur einen Tag nachdem die US-amerikanische Steuerbehörde IRS neue Richtlinien für die Besteuerung von Kryptowährungen herausgegeben hatte. Der Fokus der Publikation des IRS liegt hierbei ebenfalls auf Hard Forks. Der IRS entschied, dass diese Einnahmen „als gewöhnliches Einkommen entsprechend des Marktwertes der neuen Kryptowährung zum Zeitpunkt des Erhalts“ zu behandeln sind. Eine derartige Einschätzung entspricht zwar dem Urteil des IRS zu Bitcoin, allerdings blieb sie in diesem Fall dennoch nicht ohne Kritik. Manche Skeptiker sehen hier die Gefahr von unbegründeten Steuerauffoderungen, die Dritte durch eine Netzwerk-Fork auslösen könnten.

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