Canaan: Erstes chinesisches Mining-Unternehmen drängt auf US-Börse

Alexandra Kons

von Alexandra Kons

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Alexandra Kons

Alexandra Kons hat Orient- und Asienwissenschaften, Deutsch als Fremdsprache und Arabistik studiert. Seit einigen Jahren widmet sie sich hauptberuflich dem Thema Kryptowährungen.

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Das Mining von Bitcoin & Co. ist mittlerweile ein hart umkämpftes Feld. Jetzt drängt das chinesische Bitcoin-Mining-Unternehmen Canaan Inc. auf den US-Markt. Der Hersteller für Mining-Technologie hat jüngst 90 Millionen US-Dollar im Börsengang eingesammelt.

Am 28. Oktober beantragte der Mining-Hardware-Hersteller Canaan Inc., ein Hersteller von Bitcoin-Mining-Equipment, den Börsengang in den USA. Das Unternehmen konnte nun bei seinem IPO rund 90 Millionen US-Dollar einsammeln. Ursprünglich strebte Canaan Interactive bis zu 400 Millionen US-Dollar an. Allerdings ist mit Credit Suisse einer der Hauptinvestoren kurzfristig abgesprungen.

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Das in Hangzhou, China, ansässige Unternehmen verkaufte am Mittwoch, dem 20. November, nach Angaben von Bloomberg 10 Millionen US-amerikanische Hinterlegungsaktien für neun US-Dollar pro Stück. Laut der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde sind die Aktien für 9 bis 11 US-Dollar pro Stück über den Börsentisch gegangen. Das finanzielle Ziel von 400 Millionen US-Dollar erreichte Canaan aber nicht. Dennoch hat es das Unternehmen geschafft: Canaan ist das erste chinesische Bitcoin-Mining-Unternehmen, das an der elektronischen Börse NASDAQ gelistet ist.

Was sagt der Bitcoin-Kurs zum Canaan-Börsengang?

Nun ist es so, dass Nachrichten aus dem Krypto-Segment aus China meist für Tumult auf dem Krypto-Markt sorgen. Zuletzt machte der Bitcoin Kurs einen Sprung von über 30 Prozent, als der Präsident der Kommunistischen Partei Xi Jinping am 25. Oktober über Chinas Blockchain-Pläne sprach. In den letzten Wochen ging es für den Bitcoin-Kurs eher südwärts. Könnte nun der erfolgreiche Börsengang des fernöstlichen Mining Unternehmens Canaan den Kurs der digitalen Währung gen Norden schicken?

Möglicherweise ist der rückläufige Bitcoin-Kurs auf die Miner-Kapitulation zurückzuführen. Der Analyst Charles Edwards veröffentlichte seine Theorie über das Hash Ribbon zuletzt auf Medium. Seinen Berechnungen zufolge dürfte der Bitcoin-Kurs crashen, wenn immer mehr Miner das „Schürfen“ der digitalen Münzen aufgeben. Große Rücklagen im Cold Storage müssten dann ausgecasht werden, um die Kosten zu decken. Nach Edwards befinden wir uns mitten in der Kapitulation.

Was ist aus dem ursprünglichen Bitcoin Mining geworden?

Es ist nicht zu leugnen, dass es das gute alte Bitcoin Mining mit Low-Budget-Equipment eigentlich nicht mehr gibt. Aus dem Nischenphänomen ist längst ein eigener Wirtschaftszweig geworden. Dieses digitale Wettrüsten zwischen den Supermächten hat auch geopolitische Folgen. China scheint sich besonders um eine Vormachtstellung zu bemühen. Nicht nur dass chinesische Mining-Unternehmen wie Canaan an den US-Börsen Einzug halten, auch innerpolitisch bleibt es spannend. So ist beispielsweise immer noch nicht endgültig geklärt, ob die chinesische Regierung sich tatsächlich an den Aufbau einer staatseigenen „Kryptowährung“ in Form des E-Yuans heranwagt.

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