Stable Coins Bye-Bye Privatsphäre? Tether und Co. im Visier

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

ein fernglas, das richtung stadt über das wasser schaut

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Die Financial Action Task Force fordert eine bessere regulatorische Übersicht bei Stable Coins. Den Anstoß dürfte auch Facebooks Libra gegeben haben.

Stable Coins wie Tether, die im Krypto-Ökosystem ein Gegengewicht zu den sonst so volatilen Kursen von Bitcoin, Ethereum und Co. darstellen, sollen künftig stärker von der Financial Action Task Force (FATF) unter die Lupe genommen werden. Diese erkennt das große Potential der Stable Coins an und leitet gerade daraus einen erhöhten Handlungsbedarf ab.

So genannte Stable Coins haben das Potential, Innovationen und Effizienz im Finanzwesen voranzubringen sowie die finanzielle Inklusion zu verbessern. Während so genannte Stable Coins bis jetzt nur im kleinen Rahmen Anklang finden, haben neue Vorschläge das Potential zu einer globalen Massenadaption, vor allem wo sie von großen Technologie-, Telekommunikations- oder Finanz-Unternehmen unterstützt werden.

Financial Action Task Force

Wie aus dem Bericht des internationalen Gremiums hervorgeht, fordert die FATF in diesem Zusammenhang, dass auch Stable Coins den Anti-Geldwäsche und -Terror-Richtlinien entsprechen müssen. Demnach müssen etwaige Bitcoin-Börsen, die auch den Handel mit Stable Coins unterstützen, dafür sorgen, dass sich ihre Kunden richtig identifizieren und es nicht zu etwaigen illegalen Verwendungen der Geldströme kommen kann.

Wie das Nachrichtenmagazin Bloomberg in Rückgriff auf Aussagen von Chainalysis-Chef Jeff Spiro ergänzt, seien jedoch auch die Stable-Coin-Herausgeber selbst in der Verantwortung. Diese müssten ebenso dafür sorgen, dass Verfahren angewendet werden, mit denen man Transaktionen nachverfolgen kann. Selbiges gelte für Over-The-Counter-Trading (OTC), da gerade dieser Bereich oft außerhalb des Radars der Behörden liegt.

Ohne das Kind beim Namen zu nennen, dürfte sich die Financial Action Task Force bei ihrer Forderung nach mehr Regulierung im Bereich der Stable Coins unter anderem auf das Libra-Projekt beziehen. Die Libra Association, ein Unterarm des Facebook-Konzerns, hatte im vergangenen Jahr Pläne verkündet, eine eigene Kryptowährung einzuführen. Diese soll, so zumindest der Plan hinter dem Projekt, so konzipiert sein, dass sie weltweite Verwendung finden kann.

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Stable Coins und der internationale Wettbewerb

Die Libra-Pläne hatten alsbald Denkprozesse auf internationaler Ebene angestoßen. So hat etwa China die Entwicklung einer eigenen digitalen Zentralbankwährung (Central Bank Digital Currency, CBDC) vorangetrieben. Aktuell testet das Land den digitalen Renminbi auf lokaler Ebene. Damit setzt das Land auch die Vereinigten Staaten unter Zugzwang. Wie chinesische Forscher zuletzt betonten, sei es das Ziel der chinesischen Zentralbankwährung den US-Dollar als Weltleitwährung vom Thron zu stoßen. Mehr dazu an dieser Stelle.


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