BTCM 2018 in Essen – Aufbruchstimmung in der Kryptowelt

BTCM 2018 in Essen – Aufbruchstimmung in der Kryptowelt

Das Blockchain Tech Crypto Meetup (BTCM) geht 2018 in die zweite Runde. Im Blockchain Hotel in Essen treffen sich Unternehmer, Miner, Trader und alle sonstigen Arten von Krypto-Enthusiasten, um über Blockchain, Kryptowährungen und die dezentrale Zukunft zu reden. 

Es ist keine typische Blockchain-Veranstaltung im Unperfekthaus in Essen. Während man sich bei derlei Events selten vor dem Wort “ICO” retten kann und die technischen Neuerungen oft in den Hintergrund treten, geht es hier vielen tatsächlich um die Blockchain. Hier bekommt man mit, was Krypto-Enthusiasmus bedeutet: Ob in den Bereichen Regulierung, Anonymität oder Krypto-Assets – bei allen Gesprächen schwingt Begeisterung mit.

Aufbruchstimmung beim BTCM 2018

Und dabei herrscht Aufbruchstimmung: Das disruptive Potential der Blockchain-Technologie nutzen statt nur auf das schnelle Geld zu schauen. Sicher, irgendwo geht es immer um Geld – doch oft auch darum, wie man dieses ein bisschen fairer verteilen kann und welche Hürden die Community dabei noch nehmen muss.

Da ist zum Beispiel Benjamin Kirschbaum von Winheller, der in die regulatorische Zukunft von Bitcoin & Co. blickt: Da kommt noch einiges auf uns zu. Auch die Besteuerung von Kryptowährungen war eine Frage, die diskutiert wurde. So sprach Anka Hakert davon, dass man theoretisch jeden einzelnen Trade versteuern muss. Kommt man der Dokumentation fürs Finanzamt nicht nach, macht man sich gegebenenfalls strafbar. Über die rechtlichen Rahmenbedingungen von ICOs berichtete Steffen Hartmann.

Darüber hinaus ging es immer wieder um digitales Kapital und wie man dieses schaffen kann: Ob beim Mining (Rainer Jakob), auf der Blockchain (Eric Holst) oder mit ICOs (Dr. Philipp Sandner) oder bei einem Trading-Workshop – es gab einiges zu lernen.


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Auch ging es um die Frage, wie man Bargeld ablösen kann: So sprach Jan Heinrich Meyer von Dash über die Herausforderungen von digitalem Bargeld. Die Frage, die immer wieder im Raum steht: Was können wir alle tun, damit Kryptowährungen in der Mitte der Gesellschaft ankommen? Die Meinungen waren unterschiedlich, doch eins war klar: Man muss hier aufklären und versuchen, Verständnis zu schaffen.

Immer wieder Disruption

Immer wieder kam es zum Thema der Disruption: Ob Medien (Hendrik Hey), die Tourismus- und Hotel-Branche (Mark Crouton) oder Fragen über die Verteilung von Daten (Eugen Salkutzan) und digitale Identität (Oliver Naegele) – der Unterton, der in den Vorträgen mitschwang, bezog sich darauf, für eine fairere Verteilung zu sorgen.

Das Team von Bitcore präsentierte einen Prototypen eines neuen Automaten für ihr Projekt.

Dem Thema der Anonymität bei Krypto-Zahlungen nahm sich BTC-ECHO-Redakteur Alex Roos an. In seinem Vortrag ging es um Monero und wie sich die Kryptowährung von Bitcoin abhebt.

Doch auch außerhalb gab es viel mitzunehmen. Es war kein Teilnehmer zu finden, mit dem es keine spannenden Themen zu besprechen gab. Was besonders auffiel: Menschen verschiedenster Herkunft, Gesinnung und Motivation verbinden sich über die Blockchain – auf der BTCM 2018 in Essen.

BTC-ECHO

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