Breaking: Fidelity Investments plant Bitcoin-Trading-Desk

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Das billionenschwere Finanzunternehmen Fidelity Investments kündigte in der Nacht zum Dienstag, dem 16. Oktober, einen Trading Desk für Bitcoin & Co. an. Die Firma plant die Gründung eines Tochterunternehmens, welches für die Verwaltung von digitalen Wertanlagen zuständig sein soll.

Nach Goldman Sachs kündigt das nächste Wall-Street-Unternehmen ihren Eintritt in den Krypto-Sektor an. Berichten zufolge plant Fidelity Investments den Launch von Fidelity Digital Assets, einem Tochterunternehmen, welches sich ausschließlich auf das Management von digitalen Kapitalanlagen konzentriert.


Das Investment-Konglomerat verfolgt seit 2014 die Entwicklung des Krypto-Markts und registriert in der letzten Zeit eine steigende Nachfrage an professionellen Finanzdienstleistern vom Schlage Fidelitys. Gegenüber Bloomberg äußerte sich der zukünftige Vorstand von Fidelity Digital Assets, Tom Jessop, folgendermaßen:

„Während es für Privatanleger viele Möglichkeiten gibt, Krypto zu kaufen und zu handeln, haben wir keine analogen Entwicklungen für Institutionen gesehen.“

Dem Vernehmen nach ist die Dienstleistung von Fidelity Digital Assets zweigeteilt: Zum einen umfasst sie die Verwaltung der digitalen Wertanlagen ihrer Kunden und zum anderen einen Trading Desk, auf dem Anleger Bitcoin & Co. handeln können.

Die Aufbewahrung der digitalen Wertanlagen übernimmt Fidelity. Dies diene dazu, die Markteintrittsbarrieren für Investoren, ohne besondere Kenntnisse der Sicherheitsrisiken bei Kryptowährungen, zu senken. Jessop dazu:

„Die Vermögenswerte sind digitale Inhaberpapiere. Daher muss die Verwahrung des Private Keys […] professionellen Sicherheitsansprüchen genügen. Das haben wir gemacht.“

Keine eigene Exchange geplant

Entgegen der naheliegenden Vermutung ist auf der Plattform keine eigene Börse geplant. Vielmehr gibt Fidelity an, den Krypto-Handel über die bestehenden Kanäle abzuwickeln. Die Firma agiert dabei als Mittelsmann und verspricht, den bestmöglichen Handelspartner für Trades ausfindig zu machen. Dies können auch klassische Exchanges sein.

Der Inbegriff von Big Money

Eigenen Angaben zufolge verwaltet Fidelity ein Anlagevermögen von über sieben Billionen US-Dollar. Das Unternehmen mit Sitz in Boston ist damit einer der größten Vermögensverwalter weltweit. Einer Studie der ETH Zürich zufolge ist Fidelity mit seinen circa 27 Millionen Kunden das dritteinflussreichste Unternehmen der Weltwirtschaft.

Auch hinsichtlich der Erfahrungswerte mit Kryptowährungen ist der Finanzdienstleister keineswegs grün hinter den Ohren. Neben positiven Äußerungen zu Blockchain & Co. hat die Firma einen starken Fokus auf technologische Innovationen und verdingt sich seit 2015 sogar als Bitcoin-Miner.

Mit der frühen Ankündigung erringt der Konzern einen klaren Wettbewerbsvorteil. Hier scheint ein Player auf den Plan zu treten, der nicht nur die Mittel, sondern auch das Know-how besitzt, den Weg für institutionelle Investoren freizumachen. Der Startschuss für Fidelity Digital Assets fällt voraussichtlich im ersten Quartal des kommenden Jahres.

BTC-ECHO

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