XSongs Blockchain-Blues – Ripple startet Musikplattform xSongs

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Quelle: Shutterstock

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Musik bleibt für die meisten kreativen Köpfe brotlose Kunst. Um Musikern neue Finanzierungsmöglichkeiten zu schaffen, startet Ripple die neue Blockchain-Plattform xSongs, auf der Musiker ihr Werk gegen XRP anbieten können.

Künstler werden ist nicht schwer, Künstler sein dagegen sehr. Durch Kunst den Lebensunterhalt zu bestreiten, bleibt für viele Musiker eine Wunschvorstellung. Mit xSongs hat Ripple nun eine blockchainbasierte Plattform entwickelt, die es Künstlern ermöglicht, ihre Inhalte direkt vom Konsumenten mit XRP monetarisieren zu lassen. Die Plattform ist seit dem 1. Januar online.

Wenn Musiker ihr Werk auf den Markt bringen, fließt nur ein Bruchteil der Einnahmen durch physische Musikträger oder Streaming direkt an die Künstler. Das meiste Geld bleibt bei zwischengeschalteten Händlern und Vertrieben hängen. xSongs umgeht diese dritten Parteien, indem es einen direkten Transfer zwischen Künstler und Verbraucher herstellt, bei dem Benutzer Songs mit XRP erwerben können.

Konkurrenz zu Bandcamp

Das Modell von xSongs ist keineswegs neu. Bandcamp ist eine ähnliche Plattform, über die Konsumenten bereits 445 Millionen US-Dollar an Indiekünstler verteilt haben. Im Gegensatz zu Bandcamp, das sich einen Teil der Einnahmen als Bearbeitungsgebühren einstreicht, erhebt Ripples Plattform jedoch keinerlei Gebühren. Die Einnahmen über xSongs fließen direkt an den Künstler. Darin sieht Craig DeWitt, Produktdirektor bei Ripple, sowohl Vorteile für den Künstler als auch für den Konsumenten. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin The Block äußerte DeWitt:

Wenn man die Zwischenhändler ausschaltet, erhält man niedrigere Preise, mehr Einnahmen für die Künstler und mehr Kunst.


Die Plattform ist pünktlich zum Jahresbeginn am 1. Januar in der Beta-Version live gegangen. Benutzer können Songs entweder über die Payburner Wallet oder eine andere beliebige Wallet mit Ripples hauseigener Kryptowährung XRP erwerben. Die Payburner Wallet hat ebenfalls DeWitt entwickelt und liegt auf dem XRP Ledger.

Ripple-Vision

Für DeWitt ist die Monetarisierung von Musik nur der erste Schritt hin zu einem globalen Marktplatz, auf dem sämtliche digitalen Inhalte gehandelt werden, so wie E-Books, Filme, Spiele und Kunst:

Ein Peer-to-Peer-Musikmarktplatz, der sich selbstständig skaliert – stellen Sie sich all die anderen digitalen Inhalte vor, die auf ähnliche Weise verkauft werden könnten.

Vor dem offiziellen Start war xSongs bereits als geschlossene Beta-Version verfügbar und umfasste etwa 100 Künstler und 500 Songs. Bis Mitte dieses Jahres soll das Netzwerk 1.000 Künstler vertreten und 10.000 Songs verkaufen. Sobald sich xSongs etabliert hat, soll auch die bislang recht nüchtern wirkende Bedienoberfläche einen neuen Anstrich erhalten, so DeWitt:


Sobald wir eine Fangemeinde haben und eine wirkliche Größenordnung sehen, werden wir anfangen, dieselbe Art von künstlerischem Marketing und Inhalt hinzuzufügen, die Bandcamp heute anbietet.

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