Bitconnect: Polizei vermutet Mord an Ehefrau des CEO

Quelle: Concept of Bitconnect, a Cryptocurrency blockchain, Digital money via shutterstock

Bitconnect: Polizei vermutet Mord an Ehefrau des CEO

Die australische Polizei geht drei Monate nach dem Verschwinden der Ehefrau von John Bigatton, dem ehemaligen Geschäftsführer von Bitconnect, von einem Mord aus. Man hat die Ermittlungen intensiviert, um eine mögliche Erpressung oder andere monetäre Hintergründe des Verschwindens aufzudecken. Unter anderem bemühen sich die Ermittler auch darum, das Geschäftsmodell des Unternehmens zu durchleuchten.

Die zweifache Mutter Madeline Bigatton verschwand vor rund drei Monaten in der Nähe ihres Hauses in Sydney, Australien. Am 25. März hat man sie das letzte Mal gesehen, als sie ihre Tochter bei Freunden abgesetzt hat. Sie ist seit ihrer Abreise nach Kurnell verschollen. Die örtliche Polizei fand ihr leeres Fahrzeug am gleichen Tag an der Küste. Man sucht noch immer nach zwei Männern, die im Besitz ihres Autoschlüssels gewesen sein sollen.

Der Bitconnect Coin (BCC) fiel von 390 Euro auf wenige Cent binnen einiger Tage.

Bis vor Kurzem ging die Polizei aufgrund der Schließung von Bitconnect und der Unterlassungsklage der Wertpapierbörse von Texas von einem möglichen Selbstmord aus. Die umstrittene Plattform wurde geschlossen, der hauseigene Token namens Bitconnect Coin (BCC) ist mittlerweile so gut wie wertlos. Den Betreibern wurde schon aufgrund der enormen Gewinnsprechen von 40 Prozent das Aufrechterhalten eines Schneeballsystems vorgeworfen. Dem Ehepaar werden von Nachbarn anhaltende Geldsorgen nachgesagt. Kritiker spekulieren, dass Bitconnect die Einlagen neuer Kunden benutzte, um den Bestandskunden die versprochenen Gewinne auszahlen zu können. Der hauseigene Token verlor nach erfolgter Ankündigung der Schließung von Bitconnect über 90 Prozent seines Wertes, der Kurs liegt derzeit bei unter einem Euro pro BCC.

Mittlerweile geht man von einer Ermordung der Ehefrau des Unternehmers aus, weil bei Bitconnect nachweislich unzählige Anleger um ihr Geld gebracht wurden. Man vermutet, einer der enttäuschten Investoren könnte Rache an der Frau von John Bigatton verübt haben. Das FBI ermittelt derweil gegen Bigatton wegen seiner Geschäftsgebaren. Wegen des Verschwindens der zweifachen Mutter wurden bislang gegen den früheren Geschäftsführer keine Ermittlungen aufgenommen.

Lies auch:  Texas: Behörde veröffentlicht Bericht zu Krypto-Verbrechen

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