Bitconnect: Polizei vermutet Mord an Ehefrau des CEO

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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Quelle: Concept of Bitconnect, a Cryptocurrency blockchain, Digital money via shutterstock

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Die australische Polizei geht drei Monate nach dem Verschwinden der Ehefrau von John Bigatton, dem ehemaligen Geschäftsführer von Bitconnect, von einem Mord aus. Man hat die Ermittlungen intensiviert, um eine mögliche Erpressung oder andere monetäre Hintergründe des Verschwindens aufzudecken. Unter anderem bemühen sich die Ermittler auch darum, das Geschäftsmodell des Unternehmens zu durchleuchten.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Die zweifache Mutter Madeline Bigatton verschwand vor rund drei Monaten in der Nähe ihres Hauses in Sydney, Australien. Am 25. März hat man sie das letzte Mal gesehen, als sie ihre Tochter bei Freunden abgesetzt hat. Sie ist seit ihrer Abreise nach Kurnell verschollen. Die örtliche Polizei fand ihr leeres Fahrzeug am gleichen Tag an der Küste. Man sucht noch immer nach zwei Männern, die im Besitz ihres Autoschlüssels gewesen sein sollen.

Der Bitconnect Coin (BCC) fiel von 390 Euro auf wenige Cent binnen einiger Tage.


Bis vor Kurzem ging die Polizei aufgrund der Schließung von Bitconnect und der Unterlassungsklage der Wertpapierbörse von Texas von einem möglichen Selbstmord aus. Die umstrittene Plattform wurde geschlossen, der hauseigene Token namens Bitconnect Coin (BCC) ist mittlerweile so gut wie wertlos. Den Betreibern wurde schon aufgrund der enormen Gewinnsprechen von 40 Prozent das Aufrechterhalten eines Schneeballsystems vorgeworfen. Dem Ehepaar werden von Nachbarn anhaltende Geldsorgen nachgesagt. Kritiker spekulieren, dass Bitconnect die Einlagen neuer Kunden benutzte, um den Bestandskunden die versprochenen Gewinne auszahlen zu können. Der hauseigene Token verlor nach erfolgter Ankündigung der Schließung von Bitconnect über 90 Prozent seines Wertes, der Kurs liegt derzeit bei unter einem Euro pro BCC.

Mittlerweile geht man von einer Ermordung der Ehefrau des Unternehmers aus, weil bei Bitconnect nachweislich unzählige Anleger um ihr Geld gebracht wurden. Man vermutet, einer der enttäuschten Investoren könnte Rache an der Frau von John Bigatton verübt haben. Das FBI ermittelt derweil gegen Bigatton wegen seiner Geschäftsgebaren. Wegen des Verschwindens der zweifachen Mutter wurden bislang gegen den früheren Geschäftsführer keine Ermittlungen aufgenommen.

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