Back to the roots Bitcoin SV aktiviert Genesis Upgrade

Nils Hermann

von Nils Hermann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Nils Hermann

Nils Hermann hat Anglistik studiert und setzt sich seit 2015 mit den verschiedenen technologischen Ansätzen in der Krypto-Industrie auseinander, wobei er sich vor allem für Alltagstauglichkeit, Dezentralisierung und die Lösung echter Probleme interessiert.

Quelle: Shutterstock

Um seinen Anspruch zu stärken, der Bitcoin-Version des ursprünglichen White Papers am genausten zu entsprechen, hat Bitcoin SV am Dienstag, dem 4. Februar, das Genesis Upgrade aktiviert. Durch dieses Upgrade werden viele der Änderungen, die im Laufe der letzten Jahre an Bitcoin vorgenommen wurden, für BSV wieder rückgängig gemacht.

Bitcoin SV entstand Ende 2018 durch einen Chainsplit der Kryptowährung Bitcoin Cash und wird seitdem vor allem durch das Blockchain-Unternehmen nChain weiterentwickelt. Leitender Entwickler ist Daniel Connolly, wobei viele Krypto-Nutzer zuerst an Craig Wright denken, wenn sie Bitcoin SV hören. Dadurch, dass Bitcoin SV sich selbst den Beinamen Satoshi Vision gegeben hat, wird deutlich, dass es sich an jenem Bitcoin-Code orientiert, den Satoshi selbst geschrieben hat. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass das Projekt auf viele Neuerungen, die nach dem Verschwinden von Satoshi Nakamoto eingeführt wurden, verzichten will.

Bitcoin SV Genesis Upgrade: Nostalgie oder Renaissance?

Durch das Genesis Upgrade wurden die Blockgröße und „Pay-to-Script-Hash“ (P2SH) abgeschafft, während verschiedene Skriptfunktionen wiederhergestellt wurden. Die Abschaffung dieser Neuerungen, die von den meisten Krypto-Entwicklern eigentlich als Verbesserungen angesehen werden, soll verschiedene Probleme lösen. Durch eine unbegrenzte Blockgröße sollen die Miner frei entscheiden können, wie groß sie einen Block machen wollen. Hierdurch könnte die Blockchain ein hohes Maß an Skalierbarkeit erreichen. Die Sorge ist jedoch, dass unbegrenzt große Blöcke nur unzuverlässig zu propagieren sind und eine hohe Verwaisungsrate eintreten kann.

Ein weiterer Kritikpunkt an derartigen Blöcken ist, dass sie die Zentralisierung verstärken können. Je größer die Blockchain ist, desto schwieriger fällt es dem Endnutzer, eine Fullnode zu betreiben. Dies ist nicht das erste Mal, dass Bitcoin SV seine Blockgröße verändert hat. Bereits im August 2019 war diese von 128 MB auf 2 GB erhöht worden. Ein Testblock mit über 200 MB Transaktionsdaten stellte für manche Netzwerk-Teilnehmer jedoch bereits damals ein logistisches Problem dar.

Smart Contracts statt einfachem Multi-Sig


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Die Diskussion um die Blockgröße und die verschiedenen Argumente sind vielen Krypto-Nutzern bekannt. Wesentlich komplexer ist die Frage nach der Notwendigkeit des „Pay-to-Script-Hash“ (P2SH). P2SH bezeichnet jene Bitcoin-Adressen, die mit einer „3“ beginnen. Hierbei handelt es sich um Multi-Sig-Adressen. Deren Guthaben kann nur verschickt werden, wenn die Transaktion mit mehreren Schlüsseln (m-of-n) signiert wird. Eingeführt wurde diese Funktion im Jahr 2012 durch BIP13. Vertreter von Bitcoin SV kritisieren P2SH als unsicher und in Zukunft angreifbar.

In der Praxis wird BSV jedoch nur die momentane Form von Multi-Sig Wallets abschaffen. Laut Craig Wright lässt sich „alles, was über P2SH läuft, auch ohne P2SH betreiben – und zwar sicherer.“ Um dies umzusetzen, sollen Skriptfunktionen zur Anwendung kommen. Derartige Funktionen kannte das Bitcoin-Netzwerk bereits früher, schon bevor P2SH eingeführt wurde. Um entsprechende Lösungen zu finden, möchte sich BSV für Entwickler öffnen, die Smart Contracts auf die Plattform bringen wollen.


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