Marktupdate Bitcoin-Kurs (BTC) knackt 18.000 US-Dollar-Marke: 3 Gründe für die Bitcoin-Rallye

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

Bitcoin-Logo auf einer Ampel

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Die Bullen schöpfen weiterhin aus den Vollen und geleiten den Bitcoin-Kurs allmählich zum Allzeithoch. Das Marktupdate.

Es fehlte nicht viel: In den frühen Morgenstunden ist der Bitcoin-Kurs (BTC) auf über 18.300 US-Dollar geklettert und hat somit schon einmal die Fühler in Richtung Allzeithoch ausgestreckt. Zu Redaktionsschluss wird die Krypto-Leitwährung bei 17.805 US-Dollar gehandelt und dreht auf Tagessicht mit 6,6 Prozent ins Plus.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Eine hochvolatile Schwankungsbreite von rund 1.500 US-Dollar und ein Handelsvolumen von knapp 38 Milliarden US-Dollar in den letzten 24 Stunden zeigen: Der Markt läuft gerade heiß. Der Zug hat die letzten Wochen kontinuierlich an Fahrt aufgenommen und die wenigsten möchten nur dabei zusehen, wie er wegfährt.

Angesichts der rasanten Kurszuwächse der vergangenen Woche ist dies auch nicht verwunderlich. Allein in den letzten 30 Tagen ist der Bitcoin-Kurs um über 55 Prozent im Wert gestiegen und hat damit über 6.000 US-Dollar in kürzester Zeit zugelegt. Und so dürfte das Allzeithoch nur eine Frage der Zeit sein.

1) Bitcoin: Mehr Absicherung als Spekulation

In den letzten Monaten hat sich die öffentliche Wahrnehmung von Bitcoin stark gewandelt. Inzwischen wird Bitcoin von vielen Investoren nicht mehr als Zockerei, sondern als Absicherung gegen Finanzmarktturbulenzen wahrgenommen. Besonders stark zeigt sich das an dem Trend, den erste namhafte Firmen wie Nasdaq-Konzern Microstrategy und Square losgetreten haben. Hunderte Millionen an US-Dollar-Reserven werden von den Bankkonten der großen Unternehmen in Bitcoin investiert.

Nicht nur bei den Privatanlegern, sondern auch bei den großen institutionellen Investoren schwindet das Vertrauen in US-Dollar, Euro und Co. Anstatt sich für seine BTC Investments rechtfertigen zu müssen, geht die Tendenz immer mehr dahin, dass man sich erklären muss, warum man keine Bitcoin hält und den monetären Strukturwandel verschläft.

2) Die Nachwehen von PayPal

Mit der Bekanntgabe von PayPal am 21. Oktober, auch Bitcoin-Transaktionen sowie den Bitcoin-Kauf anzubieten, hat die aktuelle Bitcoin-Rallye ihren Anfang genommen. Letzte Woche, am 12. November, kam es dann auch zur Freischaltung für den amerikanischen Markt. Die Tatsache, dass nun von den 346 Millionen aktiven PayPal-Nutzern, wovon die meisten in den USA leben, der Bitcoin-Kauf nur noch einen Klick entfernt ist, kann als klar positiv für den Bitcoin-Kurs gewertet werden. PayPal macht es gerade für Menschen ohne Krypto-Affinität besonders einfach, in Kryptowährungen zu investieren.

Nicht viel weniger als die fundamentale Nachfrage, die durch die PayPal-Dienstleistung generiert wird, dürfte die Signalwirkung für den Markt sein. Bitcoin als unbedeutende Nische zu sehen wird damit immer schwieriger. Gleichzeitig erhört sich der Druck für Finanzunternehmen, nun zeitnah auch Krypto-Dienstleistungen anzubieten, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.

3) Corona Lockdown lässt Ängste neu aufflammen

Die zweite Corona-Welle lässt die Ängste der Anleger neu aufflammen. Auch wenn durch milliardenschwere Rettungspakete von Notenbanken die Märkte beruhigt werden konnten, ist allen Marktteilnehmern klar: Die nächsten Rettungspakete fallen nicht kleiner, sondern größer aus. Der Schaden, den der zweite Lockdown für die Wirtschaft verursacht, trifft auf bereits angeschlagene Unternehmen. Rücklagen wurden aufgebraucht und die Kreditrisiken sind massiv angehäuft worden. Um einen Crash zu vermeiden, der uns in den nächsten Monaten vor allem durch Kreditausfälle droht, muss der Markt und die Wirtschaft mit Geld regelrecht zugekippt werden.

Die größte Geldmengenausweitung seit dem 2. Weltkrieg lässt Inflationsängste aufkommen. Die aktuelle Deflation und die massive Bekämpfung durch die Notenbanken bilden den optimalen Nährboden für Inflation. Zumal es diesmal nicht nur um die Asset-Inflation von Aktien und Immobilien geht, sondern auch um die realwirtschaftliche Inflation (HVPI), an der sich die Notenbanken primär orientieren. Neben Gold hat sich Bitcoin als digitales Gold zum neuen Wertspeicher etabliert, der genau an dieser Stelle für die Vermögensabsicherung sorgen kann. Zumal auch hier das diesjährige Bitcoin Halving, also die Verringerung der Bitcoin-Emissionsmenge, zusätzlich die Knappheit von Bitcoin verstärkt und ihn damit umso attraktiver als Wertspeicher gemacht hat. Der Anlagenotstand und die Angst um das eigene Ersparte wirken folglich als Katalysator für den Bitcoin-Kurs.

Wie geht es weiter mit dem Bitcoin-Kurs?

Natürlich muss sich jede Rallye irgendwann konsolidieren. Nach jeder heftigen Kursexplosion folgt auch ein stärkerer Einknick. Allein die Tatsache, dass einige Anleger und Trader Gewinnmitnahmen tätigen möchten, lässt ab einem gewissen Punkt eine Gegenbewegung eintreten. Eine solche Konsolidierung ist allerdings sehr gesund und schützt vor einer Überhitzung. Dass der Bitcoin-Kurs also eine Verschnaufpause einlegt, bevor er die 20.000 US-Dollar-Marke knackt, ist durchaus wahrscheinlich. Gerade langfristig orientierte Anleger können derartige Rücksetzer in der nächsten Zeit nutzen, um Bitcoin nachzukaufen.

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