Kehrtwende bei SEC? JPMorgan: Ein Bitcoin-ETF könnte dem Kurs schaden

Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christian Stede

Christian ist freiberuflicher Journalist. Er ist davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie ein noch ungeahntes Umweltschutz- und Nachhaltigkeitspotenzial bietet.

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Die Liste der Anwärter auf einen Bitcoin-ETF wird immer länger. Bisher wich die Börsenaufsicht SEC nicht von ihrem harten Kurs ab. Das könnte sich jedoch in diesem Jahr mit einer Personalie ändern.

Die Analysten der US-Investmentbank JPMorgan haben sich in einer vom Portal Coindesk zitierten Stellungnahme zu dem Thema Bitcoin-ETFs geäußert. Diese Anlageform ist schon seit längerem ein Thema, würde die Einführung der Verbreitung der Kryptowährung noch einmal einen deutlichen Schub geben. Bis dato hat die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) alle Anträge auf einen Bitcoin-ETF jedoch abgeschmettert. 


Zwar sehen die Experten von JPMorgan den Einfluss eines ETFs als langfristig durchaus positiv. Kurzfristig könnte er jedoch dem Preis der führenden Kryptowährung schaden. Als Begründung geben sie an, dass ein solcher ETF institutionelles Geld aus dem Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) abziehen würde. Der GBTC ist derzeit für viele Wall-Street-Investoren die einzige Möglichkeit, in Bitcoin anzulegen.

Für dieses Jahr steht die Ernennung eines neuen Kommissars der SEC an. Gemeinhin gehen Experten davon aus, dass dadurch die Chancen zur Genehmigung eines Bitcoin-ETFs steigen werden. Um die Sonderrolle von Grayscale in dieser Konstellation zu verstehen, muss man wissen, dass Aufgrund von regulatorischen und anderen Einschränkungen einige Finanzinstitute und Fonds Bitcoin nicht direkt kaufen dürfen. Um in Bitcoin einzusteigen, haben sie kaum eine andere Wahl, als GBTC-Aktien auf dem Sekundärmarkt mit einem Aufschlag zu kaufen. Mit einem ETF würde dieser Aufschlag schrumpfen. Gleichzeitig würden die GBTC-Anteile an Attraktivität verlieren.

Bitcoin-ETF würde laut JPMorgan GBTC unter Druck setzen

Die Analyse von JPMorgen weist darauf hin, dass derzeit einige institutionelle Anleger GBTC zum Nettoinventarwert (NAV) kaufen. Sie verfolgen damit die Absicht, sie nach Ablauf der obligatorischen sechsmonatigen Sperrfrist zu verkaufen, um mit dem Aufschlag einen Schnitt zu machen. Sollte die Prämie allerdings aufgrund der bevorstehenden Einführung eines ETFs fallen, würde das die Popularität des Kaufs von GBTC deutlich verringern.


Eine dieser Initiativen zur Lancierung eines Bitcoin-ETFs stammt von der US-Vermögensverwaltung VanEck. Ihren aktuellen Antrag bei der SEC hat sie am 30. Dezember des vergangenen Jahres eingereicht. An der deutschen Xetra-Börse ist VanEck bereits mit einem Bitcoin-ETN vertreten. Anders als bei einem ETN ist ein ETF nicht mit einem Emittentenrisiko behaftet, also nicht abhängig von dessen Bonität. Den einzigen Bitcoin-ETF gibt es derzeit auf den Bahamas. Dort sind die regulatorischen Vorschriften bekanntermaßen eher als gering einzustufen. Allerdings zeigt sich am Beispiel der Hedgefonds, dass es durchaus kleine Inselstaaten sein können, die auf den globalen Finanzmarkt bedeuten Einfluss ausüben.


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