Meinungs-ECHO Bitcoin entkoppelt: „Der ultimative Pump wird kommen“

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Bitcoin Pump

Quelle: Shutterstock

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Schafft es der Bitcoin-Kurs, sich von DAX, Dow Jones & Co. zu entkoppeln? Und hat die ehemalige Bakkt-Chefin ihren Posten als Senatorin ausgenutzt, um aus der Corona-Krise Profit zu schlagen? Das und mehr im Meinungs-ECHO.

Zhu: Bitcoin-Kurs von 50.000 US-Dollar „relativ schnell möglich“

Marktbeobachter blicken gespannt auf die kommenden Monate: Wird sich der Bitcoin-Markt während der Corona-Krise von den klassischen Indizes wie Dow Jones, S&P 500 & Co. entkoppeln? Auch Krypto-Investorin Dovey Wan treibt diese Frage um. Die Mitgründerin von der Investmentfirma PrimitiveCrypto hält im Falle einer Entkopplung den „ultimativen Pump“ für unausweichlich:

Wenn $BTC der Schwerkraft des $SPX entkommt. Der ultimative Pump wird kommen,


ließ Wan ihre Follower am 18. März wissen – inklusive obligatorischem Mond-GIF.

Su Zhu, CEO des Fondsmanager Three Arrows Capital, teilt Wans Ansicht. Am 18. März prognostizierte Zhu, dass der Bitcoin-Kurs die 50.000-US-Dollar-Marke „relativ schnell“ erreichen könnte, sollte er sein Niveau halten.

Dies ist theoretisch der Moment, auf den die Bitcoiners gewartet haben. [Schwellenländer] preisen nun ein erhebliches Risiko von Staatsausfällen ein. Der US-Dollar selbst hat einen inflationären Kurs eingeschlagen, von dem er nur schwer wieder umkehren kann. Wenn [der Bitcoin-Markt] diese Level hält, sind relativ schnell [50.000 US-Dollar] möglich.

Fundstrat hört die Unken rufen

Ungewohnt vorsichtige Töne waren letzte Woche aus dem Investment-Beratungshaus Fundstrat zu vernehmen. Vor allem dessen Head of Research, Thomas Lee, ist selten um eine bullishe Bitcoin-Kurs-Prognose verlegen. Sein Fundstrat-Kollege, der Analyst Rob Sluymer, wird vom Nachrichtenportal Bloomberg indes mit einem skeptischen Ausblick für Bitcoin zitiert:

Der Krypto-Zusammenbruch der vergangenen Woche spiegelte die ‘Holt mich aus allem raus’-Panik wider, die alle Anlageklassen beherrschte, egal ob defensiv (Anleihen und Gold) oder nicht (Aktien). Der Bitcoin-Kurs hat niedrigere Höchst- und tiefere Tiefststände erreicht, sodass das Profil längerfristig gefährdet ist,

konstatierte der Fundstrat-Analyst am 19. März. Die Kursrallye vom 20. März sollte Sluymer zumindest kurzfristig Lügen strafen.

Binance-Chef Zhao: Der Kontra-Indikator?

Changpeng „CZ“ Zhao ist unterdessen für sein kompromissloses Bitcoin-Bullentum bekannt – auch wenn das eine Eigenschaft ist, die man wohl jedem CEO einer Bitcoin-Börse attestieren kann. Nichtsdestotrotz hat CZ angesichts des Corona-Crashs den Anflug eines Shitstorms abbekommen. Zhao winkte per Tweet ab:

Einige Kommentare sagen, ich sei ein Kontraindikator. Lustig. Ich bin IMMER bullish, jeden Tag/Sekunde/Tick. Ich tweete auch jeden Tag. Man kann alle Down-Ticks leicht finden und mit meinen Tweets in Verbindung setzen. Man kann ebenso leicht alle Up-Ticks finden und sie mit meinen Tweets korrelieren,

lässt sich CZ das Shillen nicht verbieten.

Bitfiniex CTO: Bitcoin setzt sich durch

Auch bei einer anderen Bitcoin-Börse sieht sich ein Perma-Bull bestätigt. Paolo Ardoino, Chief Technology Officer bei Bitfinex, ließ sich von dem Corona-Crash nicht aus der Bahn werfen. 

Während sich die Kritiker von Bitcoin auf den heutigen 20-prozentigen Kurs-Crash stürzen werden, macht ein Tag noch keinen Markt,

sagte der Bitfinex CTO gegenüber dem Krypto-Blog Cryptonews.com.

Bitcoin sei „ein kampferprobtes Asset und müsse nun seine Stärke als echtes Wertaufbewahrungsmittel unter Beweis stellen – vor allem in Anbetracht der Geldpolitik. Diese werde „sicherlich scheitern“, während Bitcoin zeigen werde, aus welchem Holz er geschnitzt sei.

Corona-Wissensvorsprung ausgenutzt? Ex-Bakkt Chefin Loeffler sieht sich Insider-Trading-Vorwürfen ausgesetzt

Ein Bericht des US-amerikanischen Nachrichtenportals The Daily Beast hat Kelly Loeffler, die ehemalige Chefin der Bitcoin-Börse Bakkt, in arge Bedrängnis gebracht. Recherchen des Portals haben aufgedeckt, dass Kelly Loeffler und Ehemann Jeff Sprecher, seines Zeichens Chef der Intercontinental Exchange (ICE), massenhaft Aktien verkauft hatten, bevor der Aktienmarkt seinen ersten Corona-bedingten Einsturz verbuchte.

Die Verkäufe begannen am 24. Januar – am selben Tag hielt der US-Senat ein Treffen zum Coronavirus unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab. In den darauf folgenden Tagen und Wochen haben Loeffler und Sprecher insgesamt 29 Trades getätigt. Nur zwei davon waren Käufe. Auch dass bei einem der Käufe Aktien eines Teleworking-Unternehmens gekauft wurden, hinterließ bei Kritikern ein „Geschmäckle“.

Dass Loeffler ihre Stellung ausgenutzt haben könnte, um Insider-Trading zu begehen, davon will die Senatorin nichts wissen:

Das ist ein lächerlicher und grundloser Angriff. Ich treffe keine Investitionsentscheidungen für mein Portfolio. Anlageentscheidungen werden von mehreren Beratern von Drittparteien getroffen, ohne dass ich oder mein Mann davon wissen oder daran beteiligt sind,

https://twitter.com/SenatorLoeffler/status/1240856941435502592

setzt sich Loeffler auf Twitter zur Wehr. Dort veröffentlichte sie auch ein Dokument, das belege, dass sie erst am 16. März über die Transaktionen in Kenntnis gesetzt wurde.

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