Cyberkriminalität Bitcoin-Börse Binance gelingt Schlag gegen Geldwäsche

Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Christian Stede

Christian ist freiberuflicher Journalist. Er ist davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie ein noch ungeahntes Umweltschutz- und Nachhaltigkeitspotenzial bietet.

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Mensch schlägt auf Boxsack ein

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Vielerorts arbeiten Krypto-Börsen mit polizeilichen Ermittlern zusammen, um Kriminellen das Handwerk zu legen. Einen solchen Fall hat nun Binance zusammen mit der ukrainischen Cyberpolizei zu vermelden.

Wie die Bitcoin-Börse Binance per Blogeintrag mitteilt, ließ sich mit Hilfe des hauseigenen Security-Teams in Zusammenarbeit mit TRM Labs ein Ring von Geldwäschern aufdecken. Das Ausmaß der illegalen Aktivitäten umfasst rund 42 Millionen US-Dollar. Bei Binance ist man sich scheinbar der Tatsache bewusst, dass sich einige Kriminelle die Vorteile von Kryptowährungen hinsichtlich Anonymität zu Nutze machen. So hat man im Grunde eine Art eigene Task Force ins Leben gerufen, die Transaktionen mit hohem Risiko genauer unter die Lupe nimmt.

Diese finden oft auf Plattformen statt, die Binance „Bulletproof Exchanger“ nennt. Sie zeichnen sich durch eine lasche Handhabung der Know-your-customer (KYC) – und Geldwäsche-Regularien aus. Sie sind damit mit den Bulletproof-Hosting-Services zu vergleichen, die sich in einer Art juristischer Grauzone befinden. Häufig erlauben sie es ihren Kunden, die Gesetze oder vertraglichen Dienstbedingungen ihres Heimatlandes zu umgehen, da die Hosts aus dem Ausland heraus operieren. Glücksspiele, Spam-Mails oder illegale Pornographie finden auf diese Art Verbreitung.

Ukrainische Cyberpolizei war ebenfalls involviert

Gemeinsam mit dem Startup TRM Labs hat man sich bei Binance die Transaktionen dieser „Bulletproof Exchanges“ genauer angesehen. Schon seit Anfang dieses Jahres hat Binance die Bemühungen verstärkt, um kriminelle Machenschaften, die über die eigene Plattform abgewickelt werden, aufzudecken.  Hierzu hat man auch mit der Cyberpolizei der Ukraine zusammengearbeitet. Durch diese Ermittlungen konnte man nun eine cyberkriminelle Organisation ausfindig machen, die für eine Lösegeldkampagne und Geldwäsche im Umfang von mehr als 42 Millionen US-Dollar in den letzten zwei Jahren verantwortlich ist. Für solche Handlungen drohen den drei Angeklagten nun bis zu acht Jahre Gefängnis, wie es in einer Mitteilung der ukrainischen Polizei heißt. Gleichwohl seien die Ermittlungen in diesem Fall noch nicht abgeschlossen.


Was Binance zusammen mit TRM Labs und der ukrainischen Cyberpolizei allerdings genau unternommen hat, um den Kriminellen auf die Spur zu kommen, geht aus den Berichten nicht genau hervor. In der Polizeimitteilung heißt es lediglich, die „Experten des Unternehmens“ hätten „branchenführende Algorithmen“ eingesetzt. Laut eigenen Angaben sieht sich Binance in der Pflicht, den Kampf gegen kriminelle Akteure zu unterstützen. Man ist zuversichtlich, durch Projekte wie „Bulletproof Exchanger“ und weitere Kooperationen mit Sicherheits– und Blockchain-Analysefirmen diese Aufgabe zu erfüllen. Seit Mitte dieses Jahres ist die Bitcoin-Börse Binance auch für deutsche Kunden verfügbar


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