US-Gutachten zu Terrorismusfinanzierung Bitcoin beliebt im braunen Milieu

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Bitcoin bei brauner Suppe beliebt

Quelle: Shutterstock

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Bitcoin & Co. werden im rechtsradikalen Spektrum in einem immer größer werdenden Maßstab zur Finanzierung von Plattformen und Organisationen genutzt. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Anhörung im US-Kongress.

Der Finanzdienstleistungsausschuss des US-Kongresses hat die Ergebnisse zur Verwendung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen zur inländischen Terrorfinanzierung präsentiert. Die Anhörung vom 15. Januar hat gezeigt: Extremistische Gruppierungen, vor allem des rechten Spektrums, finanzieren sich zunehmend durch Kryptowährungen.

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Mehrere Experten stellten ihre Gutachten vor, die darin übereinkommen, dass rechte Gruppierungen Kryptowährungen nutzen, um sich staatlichen Kontrollmechanismen zu entziehen. Die Finanzexpertin des „Congressional Research Service“ (CRS), Rena Miller und George Selim, Senior Vice President der „Anti-Defamation League“ urteilten, dass Bitcoin bei weißen Rassisten hoch im Kurs steht.

In seinem Gutachten stellte George Selim fest:

In den letzten Jahren ist die elektronische Kryptowährung Bitcoin, die für digitale Zahlungen verwendet werden kann, zu einer attraktiven Alternative für einige weiße Rassisten geworden, darunter Stormfront, die älteste und größte Website der weißen Rassisten im Internet.

Neonazistische Publikationen wie „The Daily Stormer“, besagter „Stormfront“ oder der rechtsradikale Hacker Andrew Auernheimer finanzierten sich demnach vorwiegend durch Krypto-Einnahmen.

Auch Rena Miller schildert in ihrem Bericht, dass „Crowd-Funding und die Verwendung von Bitcoin notwendige Alternativen zu Kreditkarten oder elektronischen Überweisungsseiten geworden sind“.

Auch beliebt: PayPal und iTunes

Aus den Berichten geht ferner hervor, dass mindestens 69 als rechtsradikal eingestufte Gruppierungen für ihre Geldbewegungen den Zahlungsdienstleister PayPal verwenden. Darüber hinaus finden sich auf iTunes 54 Bands des Genres „White Power“. Auch locke YouTube obskure Subjekte wie beispielsweise David Duke von der Gewerkschaft weißer Zipfelmützenträger (Nein, nicht die Schlümpfe, sondern der Ku-Klux-Klan) an.

Das Southern Poverty Law Centre (SPLC) hat PayPal und Google zwar bereits dazu veranlasst, die Finanzierung sogenannter „Hate Groups“ einzustellen. Das wiederum lässt die Gruppierungen jedoch auf Kryptowährungen zurückgreifen, wodurch sie sich der Kontrolle der Behörden zunehmend entziehen. Laut SPLC umfassen die Bestände der Wallets, die zur „Daily Stormer Show“ gehören, 215 Bitcoin. Bei gegenwärtiger Umrechnung entspricht das etwa 1,9 Millionen US-Dollar.

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