binance, Binance drängt Iraner zur Abhebung ihrer Krypto-Assets

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Binance drängt Iraner zur Abhebung ihrer Krypto-Assets

Binance bittet in einer Mail an ihre iranischen Kunden um schnellstmögliche Abhebung ihres Krypto-Vermögens. Medienberichten zufolge leistet die maltesische Exchange damit den US-Sanktionen Folge. Unterdessen floriert der private Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin in der islamischen Republik.

Dass Bitcoins Use Case zunächst nicht zwangsläufig die Bezahlung des sprichwörtlichen Starbucks-Kaffees sein muss, kam in unserem Artikel vom 15. November bereits zur Sprache. Für Staaten mit dysfunktionalen Währungssystemen besteht Bitcoins Nutzenversprechen eher darin, als Wertspeicher zu dienen. Insbesondere seit der Neuauflage der US-Wirtschaftssanktionen gegen den Iran ist dieses Narrativ abermals in den Fokus der Betrachtung gerückt.

Der krypto-affine Teil der iranischen Bevölkerung sieht sich beim Erwerb aber einigen Hürden gegenüber. Denn obgleich der Besitz von Bitcoin in der islamischen Republik nicht illegal ist, nimmt die Staatsführung gegenüber Bitcoin eine ablehnende Position ein. Ob sich dies mit der Ankündigung einer staatlichen Kryptowährung ändert, bleibt abzuwarten.

Jetzt also auch noch Binance

Dass nun auch Binance ihre iranische Kundschaft dazu drängt, ihre Krypto-Vermögen abzuheben, sorgt freilich nicht für Erleichterung. Wie verschiedene Medienhäuser berichten, verschickte die in Malta ansässige Krypto-Börse E-Mails an iranische Anleger mit der Bitte, ihre Krypto-Assets von der Wallet abzuheben:

„Wenn Sie ein Konto bei Binance haben und in diese Kategorie [die von den Wirtschaftssanktionen betroffene Region, Anm d. Red.] fallen, ziehen Sie bitte Ihr Vermögen so schnell wie möglich von Binance ab.“

Der Schritt überrascht. Denn Binance hat mit Malta ihren Sitz faktisch in der Europäischen Union. Diese wiederum beteiligt sich nicht an den Sanktionen gegen die islamische Republik.

Dann eben auf anderem Wege


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Bedeutet die Nachricht Game Over für einen iranischen Bitcoin-Boom? Nein. Denn da der Handel mit Bitcoin im Iran seit geraumer Zeit schwierig ist, organisiert sich die Krypto-Gemeinde dortzulande autark. Es existieren WhatsApp-, Telegram- und Facebookgruppen welche den Kauf- und Verkauf von Krypto-Assets „Peer-to-Peer“ regeln.

Finanzielle Freiheit scheint indes einer der Hauptgründe für die Zunahme des BTC-Handelsvolumens zu sein. Wie Reddit-User „mortezabahmani“ schreibt, ist dafür gegenseitige Solidarität nötig:

„Ich bin ein Krypto-Liebhaber aus dem Iran, ich glaube an die Idee der Kryptowährungen. Dieser Tage drängt die US-Regierung neue Sanktionen gegen mein Land und meine Nation. Daher frieren die meisten der Krypto-Exchanges wie Binance unsere Vermögenswerte ein oder verbieten unsere Konten. Bitte unterstützen Sie die iranische Krypto-Community im Hinblick auf finanzielle Freiheit, denn das ist unser gesetzliches Recht. Wir sollten uns gegenseitig unterstützen, um in Zukunft Kryptowährungen voranzubringen.“

Unterdessen kehrt auch BitMex dem Iran den Rücken zu. In den AGB schließt die Krypto-Börse neben Staaten wie Syrien, Kuba und Nordkorea auch den Iran von ihrem Service aus.

Dass ungeachtet dessen die Nachfrage nach Bitcoin hoch ist, grenzt an ein Wunder. Allerdings zeigt es auch, dass es immer Mittel und Wege gibt, um der Kryptowährung Nr. 1 habhaft zu werden. Vor allem dann, wenn die Anreize hoch genug sind. In Anbetracht der wirtschaftlichen Situation im Iran sind sie das allemal.

BTC-ECHO

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