Binance delistet Bitcoin SV (BSV) – Kurs stürzt ab

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Die Causa Craig Wright eskaliert immer weiter. Während ein Anwaltsbüro im Namen des angeblichen Bitcoin-Erfinders Wright Abmahnungen an namhafte Figuren aus dem Bitcoin-Kosmos verschickt, antwortet die Bitcoin-Gemeinde geschlossen. Nun macht Binance-Chef Changpeng Zhao (CZ) ernst und nimmt zum 22. April Bitcoin Satoshis Vision (BSV) aus dem Programm.

Binance delistet BSV. Eine einfache Meldung, der große Symbolkraft innewohnt und nur die jüngste Eskalation im Streit um den angeblichen Satoshi Nakamoto ist.

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Wo alles seinen Anfang nahm, ist an dieser Stelle kaum noch zu rekonstruieren. Die Abfolge der Ereignisse dürfte sich aber ungefähr so zugetragen haben: Im November letzten Jahres versuchte sich eine abtrünnige Gilde im Bitcoin-Cash-Ökosystem rund um Craig Wright und Calvyn Ayre an einer Bitcoin-Cash-Fork. Damals ging es noch darum, den ehrwürdigen Brand-Namen Bitcoin Cash für sich zu vereinnahmen. Doch der Coup scheiterte. Seitdem existieren Bitcoin Cash (BCH) und BSV, wobei letzterer Coin unter der Schirmherrschaft von Ayre und Wright steht.

Effektiv ist BSV ein Altcoin – sofern man die Definition nutzt, nach der alle Coins außer Bitcoin Altcoins sind. Doch da sich Wright immer wieder als Satoshi Nakamoto höchstselbst inszeniert und dafür eine Reihe (fragwürdiger) „Belege“ lieferte, ist BSV seiner Ansicht nach Bitcoin und eben nicht Bitcoin. Es ist so verworren, wie es klingt.

Und so tut Wright alles dafür, die Menschheit von seiner ganz persönlichen Vorstellung des „wahren Bitcoin“ zu überzeugen. Wenn es sein muss, mithilfe der Justiz. So erreichte der Streit um Wright, BSV und „Faketoshi“ die nächste Stufe, als ein Anwaltsbüro im Namen von Wright den bekannten Twitter-Bitcoiner @Hodlonaut abmahnten. Der hatte nämlich im Vorfeld unter dem Hashtag #CraigWrightIsAFraud auf den seiner Meinung nach schädlichen Einfluss Wrights aufmerksam gemacht.

CZ reagiert auf Unterlassungsaufforderung an Hodlonaut

Nachdem @Hodlonaut – der übrigens Urheber der Lightning Torch ist – sein Twitter-Konto im Zuge der Causa löschte, brandete eine Welle der Solidaritätsbekundungen über den beliebten Account hinweg. Mit dem Hashtag #WeAreAllHodlonaut bekundete Bitcoin-Twitter seine Solidarität.

Bereits auf das erste Schreiben reagierte Changpeng Zhao, seines Zeichens Boss der größten Bitcoin-Börse der Welt, ungehalten:

Craig Wright ist nicht Satoshi. Noch mehr von dem M**t und wir delisten [BSV].

Und es kam, wie es kommen musste: Nachdem die Anwaltskanzlei noch mehr Unterlassungsaufforderungen an namhafte Szenegrößen wie Peter McCormack, Host des What-Bitcoin-Did-Podcasts, verschickte, machte CZ seine Drohung wahr und kündigte an, BSV bis zum 22. April von der Plattform zu verbannen.

Tu das Richtige.

BSV-Kurs dankt es Ayre und Wright auf seine Weise

Nur Minuten nach der Ankündigung stürzt der BSV-Kurs ab. Knapp zehn Prozent an Wert verlor Bitcoin SV nach nur einer Stunde:

Das ist ungefähr der Wert, um den BCH seit dem Announcement anstieg. Dies darf man als Ausweichbewegung respektive Flucht in das verwandte Asset, Bitcoin Cash, werten.

Anleger sollten bis zum 22. April reagieren, denn dann greift die Binance-Ankündigung.

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