Dezentrale Identität Besser als Ethereum? Warum KILT lieber auf Polkadot setzt

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Die Digitalisierung löst viele Probleme, wirft jedoch auch neue Fragen auf. Eine davon ist jene nach der Verwaltung von Identitätsdaten für Mensch und Maschine. Eine mögliche Lösung könnte von KILT kommen – das deutsche Projekt setzt auf Polkadot.

Die Digitalisierung löst viele Probleme, wirft jedoch auch neue Fragen auf. Eine davon ist jene nach der Verwaltung von Identitätsdaten für Mensch und Maschine. Im Blockchain Space wird bereits fieberhaft an Lösungen im Bereich der digitalen Identität gearbeitet. Von Cardano über IOTA bis Ontology finden sich zahlreiche Lösungsansätze für das Problem der digitalen, souveränen Identität (Self-sovereign Identity, SSID). Auch das deutsche Start-up BOTLabs hat seinen Hut in den Ring geworfen. Mit dem KILT-Protokoll widmet sich das Unternehmen von CEO Ingo Rübe, der zuvor CTO des Burda-Verlags war, dem Datenmonopol von Google und Co. eine dezentrale Lösung gegenüberstellen. Dabei setzt auf die Technologie von Polkadot.

„Polkadot ist die einzige Technologie, die das kann“


Warum KILT ausgerechnet Polkadot und nicht etwa Ethereum den Vorzug gibt, das hat der BOTLabs-Chef am 27. Januar in einer von Polkadot veranstalteten Online-Konferenz zum Thema dezentrale Identität erklärt:

Man hat […] im Grunde zwei Optionen, wenn man überprüfbare Anmeldeinformationen und DIDs [Decentralized Identifier] auf Blockchains bauen will. Man kann entweder Systeme ohne Zugangsbeschränkung [permissionless] wie Ethereum oder Bitcoin verwenden oder man ein System mit Zugangsbeschränkung [permissioned] verwenden. […] Wir dachten zuerst, dass wir es vielleicht auf Ethereum bauen, aber dann haben wir mit Leuten gesprochen, die es benutzen wollen […] und sie sagen: “Nettes System. Besonders schön, dass es komplett permissionless ist, sodass das System die Wahrheit beinhaltet und wir nicht einer Entität vertrauen müssen, was absolut großartig ist, weil es genau das ist, was wir wollen. Aber dann kann man nicht sagen, wie hoch die Gas Fees sind, sie können steigen, und wenn sie steigen, dann wissen wir nicht, wie hoch unsere Produktionskosten sind, und wenn man seine Produktionskosten nicht kennt, dann kennt man auch nicht die Kosten für sein Produkt.”

Dagegen hätte eine zentralisierte Datenbank beziehungsweise eine permissioned Blockchain zwar den Vorteil der Geschwindigkeit und der kalkulierbaren Kosten, andererseits müsse man einer Drittpartei vertrauen, dass die Daten korrekt sind – wofür man keine Blockchain brauche. Man habe sich deshalb für Polkadot entschieden, da sich damit der Vorzug von fest definierbaren Netzwerkkosten mit dem Aspekt der dezentral kontrollierten Korrektheit der Daten kombinieren lasse. Polkadot sei die einzige Technologie, mit der das so möglich sei, so Rübe weiter.

KILT bewirbt sich als Parachain

Das ist möglich, weil Polkadot mit Subtrate über eine Art Blockchain-Baukasten verfügt. Projekte können als sogenannte Parachains an die Haupt-Blockchain (Relay Chain) angeschlossen werden, die als gemeinsame „Quelle der Wahrheit“ für alle der bis zu 100 Parachains, die parallel laufen, dient. Das öffentliche Testnetzwerk von Kilt, das Mash Net, wurde mit Substrate gebaut. Nach dem Launch des Mainnets will KILT einen der 100 Parachain-Slots ergattern, die bei Polkadot via Auktion vergeben werden.

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