Aufgepasst, Samsung: Neues Mining-Smartphone soll mobiles Bezahlen revolutionieren

Selim Baykara

von Selim Baykara

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Selim Baykara

Selim Baykara ist seit 2015 im Tech-Journalismus unterwegs. Davor hat er Englisch an der Universität Mainz studiert und war mehrere Jahre als freiberuflicher Autor und Übersetzer tätig.

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Quelle: Shutterstock

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Das britische Blockchain-Start-up Electroneum schickt sich an, das Konzept des Mining auf den Kopf zu stellen: Pünktlich zum Mobile World Congress hat das Unternehmen sein neues Android-Smartphone M1 vorgestellt – und für einen Paukenschlag gesorgt. Mit einem Preis von knapp 80 US-Dollar ist das Gerät unglaublich günstig und gerade in Entwicklungsländern eine echte Konkurrenz für Platzhirsche wie Samsung. Der eigentliche Clou ist aber: Das M1 ermöglicht das Minen von Kryptowährungen per App. Ein Ausblick in die Zukunft des mobilen Bezahlens?

Electroneum stellte das Smartphone am Montag, dem 25. Februar, der Öffentlichkeit vor. Auf den ersten Blick ist das M1 ein gewöhnliches Android-Einsteigermodell, das mit Google-Mobile-Services-Zertifizierung ausgeliefert wird. Rein von den technischen Daten bewegt sich M1 in ähnlichem Terrain wie das Samsung Galaxy J5: Das Smartphone verfügt über 4G, 8 bis 32 GB Speicherplatz und zwei SIM-Karten Slots. Im Inneren sitzt ein Quad Core 1.3 GHz-Prozessor. Die beiden Kameras haben fünf Megapixel (hinten) und zwei Megapixel (vorne) und lösen damit wohl keine größeren Begeisterungsstürme aus.

Konkurrenz für Samsung: Mining-Smartphone belohnt den Nutzer mit Kryptowährungen

Das eigentlich Spannende am M1 ist die Idee, Kryptowährungen für das mobile Bezahlen per Smartphone zu nutzen und direkt am Mobilgerät zu minen. Dazu ist das M1 ist mit der Cloud-Mining-Technologie von Electroneum verzahnt – Nutzer können Kryptowährungen somit einfach per App minen und müssen kein teures Spezial-Equipment anschaffen und einrichten.

Zum Start des Smartphones kann man zunächst nur den ETN-Token von Electroneum minen. Reich wird man damit wohl eher nicht: Laut Firmenaussage dürfen Nutzer einen Gewinn von etwa drei US-Dollar im Monat erwarten. Einmal eingerichtet lässt sich das Mining Electroneum zufolge aber auch offline durchführen. Man kann also ohne größeren Aufwand ein bisschen Kleingeld dazu verdienen.

Electroneum M1: Mobiles Bezahlen mit Kryptowährungen


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Electroneum denkt aber noch wesentlich weiter: Mit den ETN-Token soll man in Zukunft Mobilguthaben aufladen, Online-Dienstleistungen bezahlen oder in Shops bezahlen können. All das läuft über die Electroneum-App auf dem Smartphone – ein Bankkonto ist dafür nicht erforderlich. Die Einführung des M1 ist für Electroneum damit vor allem ein Versuch, ein funktionsfähiges Ökosystem für digitale Zahlungen zu etablieren.

Als Testort soll zunächst Südafrika dienen. Electroneum will das M1 über lokale Händler und über Amazon vertreiben. Die Hoffnung: Dank dem niedrigen Einstiegspreis könnte das Smartphone dort für viele Kunden das erste Mobilgerät überhaupt werden. Auch in anderen Entwicklungsländern will Electroneum in den Markt einsteigen. Möglicherweise soll das M1 sogar noch preiswerter verkauft werden und schon für 60 US-Dollar erhältlich sein.

Wie gut stehen die Chancen für das neue Krypto-Smartphone?

Ob sich das M1 durchsetzt, bleibt abzuwarten. Es besteht aber durchaus die Chance, dass Electroneum mit seinem Vorhaben Erfolg hat. Mobilgeräte sind aus dem Alltag der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken. Dazu kommt, dass vor allem in Entwicklungsländern viele Menschen ein Smartphone besitzen, aber kein Bankkonto haben.

Wenn Electroneum es schafft, in diesen großen Markt einzusteigen, könnte das Unternehmen zu einer ernsthaften Konkurrenz für Anbieter wie Western Union werden. Allerdings schläft auch die Konkurrenz nicht. Das neue Schlachtschiff von Samsung, das Galaxy S10, soll ebenfalls Kryptowährungen unterstützen.

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