Anarchapulco: Mord an Bitcoin-Aktivist

Anarchapulco: Mord an Bitcoin-Aktivist

Im Vorfeld der Anarchapulco-Konferenz ist es am 1. Februar zu einem tödlichen Vorfall gekommen. Eine Gruppe bewaffneter Männer hat die Wohnung des Krypto-Aktivisten „John Galton“ im mexikanischen Acapulco gestürmt und das Feuer eröffnet. Galton erlag noch vor Ort seinen Verletzungen, während sich sein Freund Jason Henza schwer verletzt in ein Krankenhaus retten konnte.

John Galton und seine Freundin Lily Forester lebten seit dem Jahr 2016 im mexikanischen Acapulco. Offenbar waren sie dort auf der Flucht vor der US-amerikanischen Justiz, die sie wegen Drogendelikten verfolgt. Dort hielten sie sich unter anderem mit einem Glasbläserei-Start-up über Wasser. Neben Steemit-Posts halfen dem Paar auch Spenden beim Überleben. In einem 2017 auf YouTube veröffentlichten Interview bilanziert Galton das einjährige Exil:

Es scheint ihnen [der lokalen Bevölkerung] nichts auszumachen, dass wir hier sind. Wir haben hier ein Jahr lang ohne Probleme gelebt. Und wir haben Mehrwert geschaffen. Wir haben Menschen hierher gebracht, wir haben Geld hierher gebracht und wir haben versucht, hier Wert zu schaffen.

Das war offenbar eine Fehleinschätzung. Am Freitag drangen mindestens sechs bewaffnete Männer in das Haus des Paares ein und eröffneten das Feuer auf Galton und seinen Freund Jason Henza.

Hintergründe unklar, Drogenkartell im Verdacht

Unmittelbar nach der Tat veröffentlichte eine aufgelöste Forester auf Facebook einen Hilferuf in Videoform:

Wenn jemand zuhört, bitte – jemand ist gleich nach dem Essen aufgetaucht, und er hat John und Henza erschossen, und ich war im Haus, und John ist tot am Tor.

Zur gleichen Zeit drehte auch der angeschossene Henza ein Video:

Wir wurden attackiert. Ich wurde drei Mal angeschossen. Mir geht es nicht gerade gut. […] Ich glaube, es war ein Gegenschlag.

Jason Henza hatte Glück im Unglück: Er konnte sich in ein Krankenhaus retten und überlebte den Angriff. Unklar sind bislang die Hintergründe des Vorfalls. Es deutet einiges darauf hin, dass die Täter der mexikanischen Drogenmafia angehören. Ein Lokalreporter twitterte einen Tag nach der Tat:

Die Guerrero-Regierung berichtet, dass ein Amerikaner getötet und ein anderer im Vista-Hermosa-Viertel von Acapulco verletzt wurde, wo sie von 6 Bewaffneten angegriffen wurden und in deren Haus ein Drogenverarbeitungslabor gefunden wurde.

Das anarchistische Paar war mit Jeff Berwick, dem Gründer von Anarchapulco befreundet. Galton hat mit „Anarchaforko“ selbst eine Veranstaltung ins Leben gerufen, die Anarchapulco ergänzen soll und nach dem Hauptevent stattfindet. Berwick verkündete am Samstag, dem 2. Februar, dass er „zum Schutze Lilys“ seine spekulativen Posts gelöscht hat und nur noch die aktuelle Berichterstattung teilt.

To protect Lily I have taken down my posts on what may or may not have happened. Media is sniffing around as are the US…

Posted by Jeff Berwick on Saturday, February 2, 2019

Wie cryptolinenews berichtet, hat auch Berwick spekuliert, dass das mexikanische Drogenkartell hinter der Tat steckt.

Sie hatten sich auch einige Feinde beim Kartell in diesem Gebiet gemacht, so die Quellen. Ich habe in der Vergangenheit gesagt, dass es eine Sache gibt, die einen als Ausländer in Mexiko töten kann und das ist, mit dem Kartell im Drogengeschäft zu konkurrieren.

Gegenüber CoinSpice sagte Forester: „Ich werde eine Stellungnahme veröffentlichen, wenn es für mich sicher ist. Die Meldungen sind falsch, aber ich muss warten, bis ich meine Geschichte erzählen kann.“

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