Flugzeughersteller Airbus tritt Hyperledger Projekt bei

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Flugzeughersteller Airbus tritt Hyperledger Projekt bei

Der französische Flugzeughersteller Airbus ist nun offiziell, der von der Linux Foundation angeführten Blockchain-Initiative Hyperledger, beigetreten.

Der in Toulouse ansässige Flugzeughersteller hat letztes Jahr den Konkurrenten Boeing mit insgesamt 1.000 verkauften Flugzeugen übertrumpft. Airbus wurde 1970 gegründet und stellt das weltweit größte Passagierflugzeug, den A380, her. Es wird erwartet, dass sich Airbus aktiv in die Blockchain-Initiative einbringt, in der bereits große Namen wie IBM, Intel und JP Morgan vertreten sind.

Der Direktor von Hyperledger, Brian Behlendorf, äußerte, dass die Teilnahme von Airbus verdeutlicht, dass die Blockchain-Technologie Anwendungsmöglichkeiten fernab vom Finanz- und Gesundheitswesen bietet.

“Ein Schlüsselfaktor für den Projekterfolg ist die Expertise und Teilnahme verschiedener Mitglieder, sodass ich mich freue gemeinsam mit dem Team von Airbus die Blockchain-Technologie nach vorne zu bringen.”

Wie man auf der Projektseite GitHub einsehen kann arbeiten bereits zwei Mitarbeiter von Airbus an dem Projekt. Eine Anfrage warum schon seit längerem Airbus Mitarbeiter in dem Projekt involviert sind wurde von Airbus nicht beantwortet.

Die Bekanntmachung der Hyperledger-Teilnahme verdeutlicht das zunehmende Interesse der Flugzeugindustrie an der Blockchain-Technologie. Bereits im Mai hat das Blockchain Startup Sho Card eine Kooperation mit der IT-Firma SITA, die auf Flugzeugtechnik spezialisiert ist, abgeschlossen, um Anwendungen zu entwickeln, die helfen können Identitäten zu verwalten.

Das Hyperledger Projekt wurde letztes Jahr ins Leben gerufen und umfasst inzwischen rund 80 Mitglieder, die sich sowohl aus etablierten Unternehmen als auch aus Startups zusammensetzen.

Kommentar von Sven Wagenknecht, BTC-Echo:

Das Interesse von Airbus an der Blockchain-Technologie ist in Anlehnung an die hohen Sicherheitsstandards in der Flugzeugindustrie, insbesondere was die Stabilität und Sicherheit der IT-Systeme angeht, gut nachzuvollziehen. Die Blockchain kann theoretisch dabei helfen die Störanfälligkeit von IT-Systemen zu reduzieren und sie gegenüber Hackerangriffen zu schützen. Gerade in Zeiten des Terrorismus sind zentrale Steuerungseinheiten bzw. zentrale Schwachstellen eine große Gefahr, sodass es sinnvoll sein kann dezentrale Steuerungssysteme einzusetzen.

Noch viel interessanter ist der Gedanke, dass Airbus nicht nur in der zivilen Luftfahrt ein Interesse an der Blockchain haben könnte, sondern auch in der militärischen. Schließlich ist die Division Airbus Defence and Space auf militärische Verteidigung und Sicherheit spezialisiert. Insbesondere der Bereich der Kommunikationstechnologie kann sehr reizvoll für die Verwendung von Blockchain-Applikationen sein. Eine Abteilung des US-Verteidigungsministeriums (Defense Advanced Research Projects Agency) forscht bereits, wie die Blockchain für militärische Kommunikationssysteme genutzt werden kann. Auch die NATO hatte bereits einen Ideenwettbewerb für Blockchain-Applikationen ausgeschrieben.

Dies zeigt, dass das Interesse an der Blockchain nicht nur von zivilem Interesse ist. Ob und inwiefern Airbus bei der Blockchain-Forschung mit einem Wissenstransfer für seine Division Defence and Space plant ist natürlich reine Spekulation.

BTC-Echo

Englische Originalversion von Michael del Castillo via CoinDesk

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