Ärger im Paradies? Blockchain-Unternehmen haben es in Malta nicht immer leicht

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Maltesische Banken weigern sich offenbar, mit Blockchain-Unternehmen zusammenzuarbeiten. Die Insel, die als Zufluchtsort für Bitcoin-, Krypto- und Blockchain-Firmen gilt, stellt die Unternehmen trotz ihrer generellen Empfängnisbereitschaft offenbar vor Schwierigkeiten.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Wenn es um Bitcoin, Blockchain, Kryptowährungen und Steuern geht, ist Malta für viele der erste Anlaufpunkt. Die kleine Inselgruppe im Mittelmeer zwischen Sizilien und der Küste Nordafrikas gilt seit Längerem als beliebtes Reiseziel für Krypto-Unternehmen. Erst im letzten Jahr beschloss etwa eine der größten Krypto-Börsen, namentlich Binance, vor Restriktionen zu fliehen und sich in Malta niederzulassen. Die Ansiedlung verschiedener Blockchain-Unternehmen führte letzten Endes dazu, dass Malta mehr und mehr zum Bitcoin-Mekka mutierte – die Wirtschaft boomt.

Banken tun sich mit Lizenzen bisweilen schwer

Doch längst nicht alles läuft rund im Krypto-Paradies. Neben bekannten Problemen mit der Pressefreiheit beklagen nun auch Blockchain-Unternehmen fehlende Freiheiten in Malta. Denn wie die Lokalzeitung Times Malta berichtet, haben es letztere nicht immer leicht in den Verhandlungen mit den Banken.

Dementsprechend sei es neuen Unternehmen nicht möglich, neue Bank-Accounts ohne die Zulassung der Malta Financial Services Autority (MFSA) zu bekommen. Zudem machten Banken keinen Unterschied zwischen Blockchain und Kryptowährungen, sondern lehnten Anträge der jeweiligen Unternehmen rigoros ab, sofern sie keine Zulassung der MFSA mitbrachten.

Neue Richtlinien sollen Klarheit schaffen

Wie Times of Malta weiter berichtet, stehe Silvio Schembri, Parlamentsmitglied für Finanzen, jedoch in Verhandlungen mit den Banken. Um künftig neuen Unternehmen bessere Möglichkeiten zu bieten, wolle man enger an den bestehenden Richtlinien feilen und eine genauere Unterscheidung zwischen Blockchain und Kryptowährungen herausarbeiten. Zudem will die Regierung in Malta künftig eine Methode erarbeiten, mit der die Zulassung bzw. Ablehnung von White Papers beschleunigt vonstatten gehen kann.

Bei der MFSA liegen derzeit offenbar 28 Anträge auf dem Tisch, die seit November auf eine Genehmigung warten. Nach herrschendem Gesetz müssen diese allerdings keineswegs direkt beantwortet werden. Vielmehr haben die Behörden insgesamt sechs Monate Zeit, sie zu bearbeiten – gerade im Kryptoversum kann das eine (zu) lange Zeit sein.

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